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S. Kauder (1), A. Strölin (1), A. Adamczyk (1), M. Krug (1), H.-M. Häfner (1)
(1) Universitäts-Hautklinik Tübingen
Einleitung: Messverfahren zur Bestimmung von Beinvolumina objektivieren im klinischen Alltag Therapieverläufe und werden häufig im Rahmen klinischer Studien benötigt. Als Goldstandard bei der Volumenmessung gilt derzeit die Wasserplethysmographie. Sie ist bei vielen klinischen Studien Mittel der Wahl. Ziel der Studie war es, ein berührungsloses optisches Messverfahren „Venotrain Image 3D“ mit dem Goldstandard, der Wasserplethysmographie, zur Beurteilung von Beinvolumina bzw. der Volumenveränderung im zeitlichen Verlauf zu vergleichen. Wir untersuchten, ob sich „Venotrain Image 3D“ als Instrument der Volumenmessung im untersuchten Kollektiv eignet. Patienten und Methoden: Untersucht wurden 21 schwangere Frauen im Alter von 27 bis 42 Jahren (MW 33,4 ± 4,4 Jahre). Bei Einschluss in die Studie befanden sich die Studienteilnehmerinnen in der 12. bis 28. Schwangerschaftswoche. Sie wurden prospektiv über 16 Wochen untersucht. Bis zur Entbindung wurden die Patientinnen in 4-wöchigen Abständen sowie 3 Monate postpartum bezüglich der Beinvolumina mittels „Venotrain Image 3D“ und zur Unterschenkelvolumenbestimmung mittels Wasserplethysmographie untersucht. Dabei werden folgende Kompartimente erfasst: Wasserplethysmographie: Fuß- und Unterschenkelverdrängung bis zu einer Höhe von 28 cm oberhalb der Fußsohle; „Image 3D“: automatische Auffindung Unterschenkel, Beginn: Extremalstelle cB bis Patellaspalt; Oberschenkel: Beginn: Patellaspalt bis Extremalstelle cG Ergebnisse: Da unterschiedliche Kompartimente vermessen wurden, eignen sich die gemessenen Absolutvolumina nur bedingt als Parameter zum Methodenvergleich. Die Korrelation der Messergebnisse beider Methoden betrug bei Betrachtung der Volumenveränderung im zeitlichen Verlauf r=0,78, p<0,001. In der Bland-and-Altman-Darstellung zeigen bei der Betrachtung der Volumenveränderung im zeitlichen Verlauf keine systematischen Abweichungen. Bei der Betrachtung der Einflussgröße Unterschenkellänge zeigt sich eine starke Korrelation zur Differenz beider Messverfahren. Schlussfolgerung: Die „Image 3D“-Methode zur Bestimmung der Beinvolumina korreliert sehr eng mit den Ergebnissen der Wasserplethysmographie hinsichtlich relativer und absoluter Unterschenkelvolumina. Bei den Absolutvolumina kommt es jedoch zur systematischen Abweichung bei großen Unterschenkelvolumina. Dabei stellt die Unterschenkellänge die entscheidende Einflussgröße dar. Beide Methoden messen dabei unterschiedliche Kompartimente des Unterschenkels, sodass je nach Fragestellung die eine der anderen Methode überlegen zu sein scheint.
Beinvolumen, „Image 3D“, Wasserplethysmographie
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F. Pannier, E. Rabe Phlebologie 2004 33 3: 81-88 | ||