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W. Hach (1)
(1) Venenzentrum Frankfurt am Main
Über Schillers Krankheiten und Todesursachen gibt es eine unübersehbare Literatur. Jede Generation von Ärzten und Heilkundigen hat die Situation seit zwei Jahrhunderten auf ihre Weise und nach ihrem Stand der Wissenschaft bewertet. Die letzte ausführliche Abhandlung stammt von dem Jenaer Internisten Prof. Dr. Wolfgang Veil anno 1936. Aus chirurgischer wurde das Thema bisher nicht betrachtet. Schillers Briefe aus dem Jahre 1791 sagen aus, dass es wenige Tage nach einer schweren Lungenkrankheit zu einem „Bauchübel“ gekommen ist, dessen Symptome am besten einer perforierten Appendizitis und einem perityphlitischem Abszess zuordnen sind (1. Schlüsselkrankheit). Dafür spricht vor allem auch der Sektionsbefund anno 1805. Während der Rehabilitation 1791 trat 3 Monate später ein hochakutes thorakales Krankheitsbild auf, das heute als Lungenarterienembolie interpretiert werden muss (2. Schlüsselkrankheit). Schillers Beisetzung im Cassettengewölbe von Weimar hatte viele gesellschaftliche Kritiken an den Zeitgenossen aufkommen lassen. Aber bei Beachtung der geschichtlichen Zusammenhänge sieht das Bild keineswegs ungewöhnlich aus.
Medizingeschichte, Schiller, Schillers Tod, Schillers Krankheiten, Schillers Beisetzung
| 1. | Neue Erkentnisse aus der Sicht eines Chirurgen – Teil 2 | |
W. Hach (1) Phlebologie 2012 41 2: 94-99 | ||
| 2. | ||
W. Hach Phlebologie 2002 31 2: 56-62 | ||