Histologische Untersuchungen einer mit RFITT behandelten varikösen Vena saphena magna
U. Th. Zierau (1), A. Popp (2), W. Lahl (1), M. Sell (2)
(1) Praxisklinik für Gefäßerkrankungen SAPHENION, Berlin; (2) Gemeinschaftspraxis für Pathologie, Berlin
Zusammenfassung
Die endovenöse bipolare RFITT (RadioFrequenz-Induzierte ThermoTherapie) der Varikose ist ein neues Verfahren zur endoluminalen Thermoablation von varikösen Venen. Bei der RFITT fließt dank einer bipolaren Anordnung der Elektroden ein hochfrequenter Wechselstrom durch die Venenwand. Dieser erzeugt direkt in der Gefäßwand eine thermische Wirkung (Mikrowelleneffekt) und es kommt makroskopisch zu einer Gewebeschrumpfung. Ergebnisse: Histologisch kann eine zirkuläre Dissektion der Intima mit intramuraler Blutung und der beginnenden Kondensation von Fibrinthromben nachgewiesen werden. Perforationen oder Karbonisierungen sahen wir nicht. Schlussfolgerung: Histologische und duplexsonografische Bilder von Venen nach RFITT sind vergleichbar mit denen nach Applikation anderer endovenöser Verfahren. Stichworte
endovenöse Verfahren, RFITT, Variköse Venenchirurgie, Radiofrequenz, Histologie der Venenwand, disseziierende Wanddefekte, intramurale Blutungen, Erythrozytenzerstörung