Actual procedures of diagnostics and treatments of crural venous ulcer in specialized German praxis and clinics - Results of a survey during the annual meeting of the German Society of Phlebology in Bochum, October 2008
S. Reich-Schupke; P. Altmeyer; M. Stücker
Venenzentrum der Dermatologischen und Gefäßchirurgischen Kliniken der Ruhr-Universität im St.-Maria-Hilf- Krankenhaus, Bochum
Zusammenfassung
Hintergrund: Zur Erfassung der Umsetzung der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie zum Ulcus cruris venosum erfolgte eine Befragung der Teilnehmer der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie DGP 2008 in Bochum. Methoden:Alle 719 ärztlichen Kongressbesucher erhielten einen anonymisierten Fragebogen zur Ulkus-Versorgung in ihrer Einrichtung. Ergebnisse: Die rückläufigen 66 (9,2%) Fragebögen stammten je hälftig von Niedergelassenen und Klinikern, meist aus der Chirurgie, Dermatologie, Phlebologie und Gefäßchirurgie. Zur Basisdiagnostik führen die Antwortenden Venen-Doppler- (56,1%) oder Duplex-Sonografie (75,8%) und die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (83,3%) durch. Alle Befragten setzten Kompressionstherapien ein. Die am häufigsten eingesetzten Wundverbände sind Polyurethanschaumverbände, Alginate, Hydrokolloide und Silberverbände. Etwa zwei Drittel der Befragten führten operative Ulkustherapien durch. Schlussfolgerung: Die Versorgung des Ulcus cruris erfolgt durch die Teilnehmer der DGP Jahrestagung vielfach, aber nicht umfassend leitliniengerecht. Weitere Bemühungen zur Verbreitung der Leitlinien sind notwendig. Stichworte
Leitlinie, Ulcus cruris, Versorgung, Deutschland