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Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie* Epidemiologische Untersuchung zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung

Zeitschrift:Phlebologie
ISSN:0939-978X
Ausgabe:2003 (Vol. 32): Heft 1 2003 (1-28)
Seiten:1-14

Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie* Epidemiologische Untersuchung zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung

E. Rabe 1 , F. Pannier-Fischer 1 , K. Bromen 2 , K. Schuldt 2 , A. Stang 2 , Ch. Poncar 1 , M. Wittenhorst 1 , E. Bock 2 , S. Weber 2 , K.-H. Jöckel 2
1 Klinik und Poliklinik für Dermatologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 2 Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Universität Essen

Zusammenfassung

Ziel: Die Bonner Venenstudie zur Frage der Häufigkeitund Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten inder städtischen und ländlichen deutschen Wohnbevölke-rungim Alter von 18-79 Jahren fand zwischen dem13. 11. 2000 und 15. 3. 2002 statt. Es nahmen insge-samt3072 Probanden teil, die Response-Proportion laginsgesamt bei 59%. Ergebnisse: Eine Beinschwellung inder Anamnese trat bei jedem 6. Mann (16,2%) und beinahezu jeder 2. Frau (42,1%) auf. Eine kurz zurücklie-gendeein- oder beidseitige Beinschwellung in den letz-tenvier Wochen gab jeder 6. Teilnehmer an. Dies ent-spricht14,8% (7,9% der Männer, 20,2% der Frauen).Für Gefäßerkrankungen typische Beinbeschwerden inner-halbder letzten vier Wochen gab insgesamt jeder 2. derProbanden (56,4%) an. Bei der Beurteilung der klini-schenAusprägung gemäß der CEAP-Klassifikation fälltauf, dass lediglich 9,6% der Probanden keinerlei Venen-veränderungenaufweisen. Bei 59% bestehen isoliertTeleangiektasien oder retikuläre Venen, bei 14,3%Krampfadern (C2) ohne weitere Zeichen einer chroni-schenvenösen Insuffizienz. Auffällig ist, dass bei 13,4%ein prätibiales Ödem im Rahmen von Venenveränderun-genzum Untersuchungszeitpunkt vorlag. Demgegen-überliegt die Zahl der fortgeschrittenen Zeichen derchronischen venösen Insuffizienz bei 3,3%. Die Häufig-keitdes floriden oder abgeheilten Ulcus cruris lag bei0,7%. Schlussfolgerungen: Jeder 6. Mann und jede5. Frau hat somit chronische Veneninsuffizienz (C3–C6).Die Zahlen zeigen, dass Venenkrankheiten insgesamtnach wie vor eine hohe Prävalenz aufweisen, dass aberdie schweren Ausprägungen der chronischen venösenInsuffizienz in den vergangenen 20 Jahren zurück-gegangensind.

Stichworte

Varikose, CVI, Epidemiologie, Venenkrankheiten, CEAP

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