Rezidivvarizen: Progression der Varikosis Welche klinische Bedeutung hat das Magna-Krossenrezidiv?
T. Hofer
Wettingen, Schweiz
Zusammenfassung
Ziel: Welche klinische Bedeutung hat das echte Magnakrossenrezidiv(MKR) im Kontext mit der natürlichenProgression der Varizenkrankheit in einem Kollektiv vonVoroperierten (KVO)? Methode: Bei 221 Patienten miterneuter Varizenbildung bei Zustand nach früher erfolgtenKrossektomien mit oder ohne Stripping epifaszialerVarizen werden die MKR und die von ihnen ausgehendenRezidivvarizen auf ihre klinische und hämodynamischeRelevanz hin untersucht und den im Rahmen derProgression der Varikosis neu aufgetretenen Magnakrosseninsuffizienzen(nMKI) gegenübergestellt. Ergebnisse:Neben 112 nMKI bestehen 118 MKR, 46 vonihnen stehen in Verbindung mit einem noch in situ gelegenenMagnastamm (oder kalibermäßig vergleichbaremGefäß). In 50% lässt sich in diesen Fällen photoplethysmographischein pathologischer T0-Wert <19 s nachweisen.54 MKR, in Verbindung stehend mit unsystematischenSeitenastvarizen oder einer Vena saphenamagna accessoria zeigen nur in 24% T0-Werte <19 s(p = 0,014). 39% der MKR erfordern eine erneuteoperative Revision. Dies entspricht 20% der duplexsonographischnachgewiesenen MKR und nMKI im KVO.Schlussfolgerung: Die klinische Relevanz der MKRbleibt bescheiden im direkten Vergleich mit der Progressionder Varizenkrankheit. Stichworte
Photoplethysmographie, Varikosis, Rezidivvarizen, Magnakrossenrezidiv