Bioartifizielle Venenklappe. Biokompatibilität in einer Langzeitstudie im Schafmodell
T. Aper (1, 2), C. Puschmann (3), H. Mertsching (3), A. Haverich (3), O.E. Teebken (1, 2)
(1) Klinik für Thorax-, Herz-, Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Dr. med. A. Haverich), Medizinische Hochschule Hannover (2) Leibniz-Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe (Leiter: Prof. Dr. med. A. Haverich), Hannover (3) Artiss
Zusammenfassung
Ziel: In dieser Langzeitstudie im Schafmodell wurdenFunktionalität und immunologische Verträglichkeit einerbioartifiziellen Venenklappe untersucht, die zur Therapieder chronisch-venösen Insuffizienz entwickelt wurde.Tiere, Methoden: 12 klappentragende ovine Vv. jugularisexterna wurden in vitro dezellularisiert, mit Myofibroblasten(MFB) und Endothelzellen (EC) des Empfängersrebesiedelt und implantiert. Acht Tieren derKontrollgruppe wurden autologe Venen reimplantiert.Morphologie und Funktion aller Implantate wurden invivo duplexsonographisch und phlebographisch sowienach Explantation histologisch und immunhistochemischuntersucht. Die Explantation erfolgte in beiden Gruppennach einer und sechs sowie nach 12 Wochen bei denbioartifiziellen Segmenten (je n = 4). Ergebnisse: Nacheiner und sechs Wochen blieben in beiden GruppenOffenheit und Funktion erhalten, während es nach12 Wochen zum Verschluss eines und zur Insuffizienzzweier weiterer rebesiedelter Segmente kam. Schlussfolgerung:Die Rebesiedlung einer dezellularisiertenMatrix mit autologen MFB und EC führt zu einem immunologischtolerablen funktionsfähigen Venensegmentmit guten Ergebnissen nach sechs, aber unbefriedigendenErgebnissen nach 12 Wochen. Stichworte
Chronisch-venöse Insuffizienz, Bioartifizielle Venenklappe, Tissue Engineering