One hundred years of Babcock's stripping
W. Hach, V. Hach-Wunderle
Venenzentrum Frankfurt am Main
Zusammenfassung
William Wayne Babcock (1872–1963) gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten einer Gründergeneration der amerikanischen Chirurgie. Schon als 31-jähiger Wissenschaftler war er so renommiert, dass ihm die Leitung der Frauenklinik und der Chirurgischen Klinik an der Temple University in Philadelphia übertragen wurde. Er behielt diese Stellungen während seines ganzen Berufslebens inne und erhielt alle Ehrungen seiner Zeit. Zu den wichtigsten Arbeiten zählten die neuen Operationsverfahren der kolo - rektalen Chirurgie. Die Babcock-Venenexhairese mit einem intravasalen Stripper ergab sich gewissermaßen als logische Konsequenz der theoretischen Ansichten zur Phlebologie anfangs des 20. Jahrhunderts. Vorausgegangen waren ungünstige Erfahrung mit der Keller- und der Mayo-Methode. In der ersten Veröffentlichung beschrieb Babcock elf typische Krankheitsverläufe mit erfolgreichem Ausgang. Aber das Verfahren konnte sich sowohl in Europa als auch in Amerika nur zögerlich durchsetzen. Erst in den 1930er Jahren wurde es nach und nach in die deutschen Lehrbüchern der Chirurgie aufgenommen. Die Krossektomie gehörte nicht zur originalen Babcock- Operation. Auch dieser Operationsschritt fand nur langsam seine Anerkennung. Trotz der 100 Jahre überdauernden weltweiten Erfahrung sind die wissenschaftlichen Diskussionen über das Stripping nach Babcock neu entbrannt. Stichworte
chronische venöse Insuffizienz, Varikose, Krossektomie, Babcock, Venen- Stripping