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Validität der makroskopischen Identifikation von Neovaskulaten durch den Operateur

Zeitschrift:Phlebologie
ISSN:0939-978X
Ausgabe:2003 (Vol. 32): Heft 6 2003 (138-169)
Seiten:143-146

Validität der makroskopischen Identifikation von Neovaskulaten durch den Operateur

A. Mumme (1) , S. Olbrich (1) , L. Barbera (1) , B. Geier (1) , M. Stücker (2)
(1) Chirurgische Klinik der Ruhr-Universität Bochum, Abteilung für Gefäßchirurgie, St. Josef-Hospital (Leitender Arzt: Priv.-Doz. Dr. Achim Mumme) (2) Dermatologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum (Direktor: Prof. Dr. Peter Altmeyer)

Zusammenfassung

Die ätiologische Zuordnung saphenofemoraler Leisten-rezidiveerfolgt in der intraoperativen Situation anhandmakroskopischer Kriterien durch den Operateur. DieValidität der makroskopischen Identifikation von Neo-vaskulatenwurde im Vergleich mit dem histologischenund immunhistochemischen Goldstandard ermittelt.Patienten, Methode: Bei 47 konsekutiven Patienten(Alter 57,0 ± 10,9 Jahre) wurde im Durchschnitt12,0 ± 7,9 Jahre nach Krossektomie und Stripping derV. saphena magna an 58 Extremitäten eine Rekrossek-tomievorgenommen. Anhand des intraoperativen Befun-deswurde am Ende des Eingriffes die ätiologische Zu-ordnungdes Rezidivs vorgenommen. Der Operateur un-terschiedzwischen: Neovaskulat (Gruppe A), kein Neo-vaskulat(Gruppe B) und unklar, ob A oder B (GruppeC). Die Präparate wurden anschließend histologisch undimmunhistochemisch untersucht. Die ätiologische Zuord-nungerfolgte analog der makroskopischen Beurteilungin die Gruppen a, b und c. Ergebnisse: 7 der 12 (58%)histologisch/immunhistochemisch nachgewiesenenNeovaskulate wurden vom Operateur richtig erkannt.5 (42%) wurden falsch negativ bewertet. Dagegen wur-denvon den 38 Rezidiven ohne Neovaskularisation 32(84%) richtig erkannt. Falsch positiv beurteilt wurden4 (11%) Rezidive. In 2 Fällen (5%) war die Beurteilungnicht möglich. Die Sensitivität der makroskopischenIdentifikation von Neovaskulaten betrug 58,3%, dieSpezifität 88,9%. Der positive prädiktive Wert betrug63,6%, der negative prädiktive Wert 86,4%. Schluss-folgerungen:Die Validität der makroskopischen Identifi-kationvon Neovaskulaten ist gering. Dagegen gelingtdem Operateur die Beurteilung von Nicht-Neovaskulatenmit hoher Treffsicherheit. Die ätiologische Zuordnungvon saphenofemoralen Rezidiven sollte nicht allein vonder makroskopischen Beurteilung durch den Operateurabhängen.

Stichworte

Neovaskularisation, saphenofemorale Rezidive, makroskopische Identifikation

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