![]() |
|
Ulrich Schweiger; Valerija Sipos
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität zu Lübeck
Etwa 50% aller Patientinnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden an einer Essstörung. Umgekehrt sind etwa 25% der essgestörten Patientinnen von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung betroffen. Es besteht mittlerweile ein umfangreiches Störungswissen, das die Wechselwirkung zwischen Borderline-Persönlichkeitsstörung und Essstörung genau beschreibt und das sich für eine spezifische Psychoedukation und Therapieplanung nutzen lässt. Komorbidität von Borderline-Persönlichkeitsstörung und Essstörung stellt den Therapeuten oder das therapeutische Team vor besondere Herausforderungen. Vorgeschlagene Therapieoptionen sind eine sequenzielle Behandlung der Störungen, eine Kombination etablierter Therapiestrategien und eine Fokussierung auf die Störung der Emotionsregulation als putativ gemeinsamen Mechanismus bei der Komorbidität zwischen Borderline-Persönlichkeitsstörung und Essstörung. Die vorliegenden empirischen Daten erlauben noch keine eindeutige Präferenz zwischen diesen drei Modellen.
Komorbidität, Anorexia nervosa, Emotionsregulation, Boderline-Persönlichkeitsstörung, Binge-Eating
| 1. | ||
M. Teufel, G. Groß, K. E. Giel, S. Zipfel Ärztliche Psychotherapie 2008 3 1: 12-16 | ||
| 2. | ||
Beate Herpertz-Dahlmann; Katharina Bühren PTT - Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie 2011 15 4: 247-254 | ||
| 3. | ||
U. W. Preuss Die Psychiatrie 2008 5 2: 61-68 | ||