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I go wild!

Zeitschrift:Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie
ISSN:1433-6308
Ausgabe:2009 (Vol.13): No. 4
Seiten:249-257

I go wild!

Neurobiologie des Extremsports

Sabine Kubesch; Frieder Beck

Zusammenfassung

Unverhältnismäßig hohe Ausdauerbelastungen wie beispielsweise Ultralangläufe über Tausende von Kilometern, aber auch Risikosportarten, bei denen die Athleten für ein sportliches Ziel ihre eigene Unversehrtheit riskieren, stellen extreme Formen sportlicher Tätigkeiten dar. Dabei setzt die Grenzen extremer sportlicher Belastung weniger die körperliche Leistungsfähigkeit als vielmehr der Geist. In diesem Beitrag wird im Zusammenhang mit extremen Ausdauerbelastungen und Risikosportarten aufgezeigt, zu welchen Hochleistungen der menschliche Körper in der Lage ist, wenn Sportler über eine ausgeprägte emotionale und kognitive Selbstkontrolle verfügen. Gleichzeitig führen im Gehirn der Ausdauerathleten Endorphinanstiege dazu, dass sie bei der Bewältigung extremer Distanzen Hochgefühle erleben und Schmerzen weniger stark wahrnehmen. Die hohe Risikobereitschaft und die belohnenden Aspekte bei der Ausübung riskanter Sportarten unterliegen dagegen insbesondere der Beeinflussung durch das mesolimbische Dopaminsystem.

Stichworte

Dopamin, exekutive Funktionen, Extremer Risikosport, extremer Ausdauersport, Endorphine, Thrill und Adventure Seeking

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