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Autobiografisches Gedächtnis und dissoziative Störung des Selbst

Zeitschrift:Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie
ISSN:1433-6308
Ausgabe:2010 (Vol.14): No. 4
Seiten:272-283

Autobiografisches Gedächtnis und dissoziative Störung des Selbst

Hans-Peter Kapfhammer

Zusammenfassung

Der psychopathologische Begriff der Dissoziation wird uneinheitlich gebraucht. Er schließt in einem breiten Verständnis normalpsychologische Phänomene mit ein. Er beschreibt andererseits in einer klinischen Perspektive auch pathologische Phänomene. Dissoziative Störungen sind durch einen teilweisen oder völligen Verlust der integrativen Funktionen des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der personalen Identität sowie der Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung der Umwelt gekennzeichnet. Dissoziative Störungen des Gedächtnisses bedeuten eine grundlegende Irritation des Selbstgefühls. Bei der dissoziativen Amnesie kommt es sehr häufig unter dem Eindruck traumatischer Einflüsse zu einer Störung des autobiografischen Gedächtnisses. Die grundlegenden klinischen Aspekte werden dargestellt und im Kontext der vorliegenden neurobiologischen Befunde diskutiert.

Stichworte

trauma, Dissoziation, Selbst, dissoziative Amnesie

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