Diagnostik und Therapie der Paranoiden Persönlichkeitsstörung
Max Rotter und Michael Linden
Zusammenfassung
Grundlegendes Misstrauen, überstarke Kränkungsempfindlichkeit und externale Schuldzuweisung prägen die paranoide Persönlichkeit und führen zu wiederkehrenden interpersonalen Konflikten. Paranoide Wahnentwicklungen können resultieren. Diese affektiven und kognitiven Reaktionstendenzen erschweren auch den therapeutischen Umgang. Zentrale Herausforderung ist deshalb die Errichtung eines tragfähigen therapeutischen Kontaktes. Eine offene empathische Akzeptanz des Misstrauens und eine Einigung auf vorrangige psychosoziale Konflikte und Stressoren können ein Arbeitsbündnis ermöglichen. Ein emotions- und schemaorientiertes Vorgehen hat hierbei einen Vorrang vor einsichtsfördernden oder konfrontativen Techniken. Die Interaktion zwischen Patient und Therapeut bildet hierbei den zentralen Beobachtungs- und Behandlungsfokus. Stichworte
Therapie, Diagnose, Paranoide Persönlichkeitsstörung