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Aktuelle Ausgabe

Impulskontrollstörungen und Essstörungen

Zeitschrift:Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie
ISSN:1433-6308
Ausgabe:2011 (Vol.15): No. 4
Seiten:263-268

Impulskontrollstörungen und Essstörungen

Astrid Müller; Martina de Zwaan

Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover

Zusammenfassung

Ziel dieses Beitrages ist es, einen kurzen Überblick über Studien zur Komorbidität von Essstörungen und Impulskontrollstörungen (IKS) zu geben. Im DSM-IV werden folgende IKS aufgeführt: Pathologisches Spielen, Kleptomanie, Intermittierende explosive Störung, Trichotillomanie und Pyromanie. Zudem können verschiedene entgleiste, exzessiv ausgeführte Verhaltensweisen in der Kategorie „Nicht näher bezeichnete Störungen der Impulskontrolle“ zusammengefasst werden. Dazu zählen z. B. Pathologisches Kaufen, Pathologisches Skin Picking, Exzessives non-paraphiles Sexualverhalten, Pathologischer PC-/Internetgebrauch und Exzessives Sporttreiben. Klinische Studien haben ergeben, dass insbesondere bulimische Patientinnen häufig unter Pathologischem Kaufen, Intermittierender explosiver Störung und Exzessivem Sporttreiben leiden. Zudem scheinen IKS auch bei adipösen Patienten mit Binge Eating oft vorzukommen, v. a. Pathologisches Skin Picking, Pathologisches Kaufen und Intermittierende explosive Störung. Da Impulskontrollstörungen sowohl bei Patientinnen mit einer Essstörung vom bulimischen Typ als auch bei adipösen Patienten eine häufige Komorbidität darstellen und den Behandlungsverlauf beeinträchtigen können, sollten sie in Diagnostik und Therapie Berücksichtigung finden.

Stichworte

Adipositas, Impulskontrollstörung, Essstörung

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