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Stephan Herpertz; Ute Engelbach
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
Übergewicht und Adipositas (lat. adeps = fett) sagen nichts über deren Ätiologie aus. Die Begriffe stehen für eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit potenziell krankhaften Auswirkungen. Übergewicht und Adipositas sind multifaktoriell bestimmt, wobei genetische Prädisposition und Umwelteinflüsse, wozu auch die individuelle Lerngeschichte gehört, wichtige Determinanten darstellen und gegenseitige Verstärkerfunktionen besitzen. Die psychische Komorbidität der Adipositas ist zunehmend Gegenstand der Forschung, wobei vor allem komorbide Achse-I-Störungen, insbesondere die depressive Störung und die Binge-Eating-Störung, in der Vergangenheit empirisch untersucht wurden. Im Hinblick auf Achse-II-Störungen wurde vor allem die Borderline-Persönlichkeitsstörung untersucht, bietet sie sich doch insbesondere im Hinblick auf Störungen der Impulskontrolle für ein hyperkalorisches Essverhalten mit der möglichen Konsequenz von Übergewicht und Adipositas an. Zunehmend Bedeutung bekommen Achse-II-Störungen im Hinblick auf gutachterliche Fragestellungen bei der Adipositas-Chirurgie. Vieles spricht dafür, weniger die Diagnose, sondern deren Auswirkung auf das Funktionsniveau der adipösen Patienten zu beurteilen.
Adipositas, Persönlichkeitsstörung, Persönlichkeitsmerkmale
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| 2. | ||
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| 3. | ||
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