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Kastration von männlichen Kälbern – eine Übersicht

Zeitschrift: Tierärztliche Praxis Supplement
ISSN: 0930-6447
Thema:

4. Leipziger Tierärztekongress

Ausgabe: 2008: Supplement 1
Seiten: 25-28

Kastration von männlichen Kälbern – eine Übersicht

A. Steiner 1, M. Stoffel2
1 Wiederkäuerklinik (Direktor: Prof. Dr. A. Steiner), 2 Abteilung Veterinäranatomie (Leiter: PD Dr. M. Stoffel) der Vetsuisse- Fakultät Universität Bern

Stichworte

Kastration, Kalb, Burdizzo, Gummiring, Tierschutz, Gesetzgebung

Zusammenfassung

In der Schweiz werden 70% der männlichen Mutterkuhkälber kastriert, vorwiegend mittels der Gummiringund Burdizzo-Methode. Die Kastration von männlichen Kälbern ist in jedem Fall schmerzhaft. Während sie in der Schweiz und in Österreich nur unter Lokalanästhesie durchgeführt werden darf, ist eine Schmerzausschaltung bei Kälbern unter vier Wochen in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. Schmerzstärke und Stress eines Eingriffes lassen sich nicht direkt messen, weshalb zu deren Evaluation klinische, ethologische und stressphysiologische Parameter herangezogen werden. Eigene neue Untersuchungen haben gezeigt, dass die konventionelle Gummiringmethode mit einer sehr langen Abheilungszeit und deshalb mit Langzeitschmerzen verbunden ist. Im Gegensatz dazu führt die Burdizzo-Methode zu einer geringeren postoperativen Schmerzbelastung, kastriert bei Kälbern in der ersten Lebenswoche jedoch nicht sicher. Ein Großteil dieser Tiere ist später zwar sterilisiert, aber nicht kastriert.

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