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Neubildungen im Augenbereich beim Pferd

Zeitschrift:
ISSN:0930-6447
Ausgabe:2008: Supplement 1
Seiten:39-44

Neubildungen im Augenbereich beim Pferd

J. Tóth, J. Hollerrieder
Aus der Tierklinik Hochmoor

Zusammenfassung

Neubildungen im Augenbereich lassen sich erst nach der Exzision des veränderten Gewebes, nach der Exstirpation des Bulbus oder der Euthanasie des Pferdes mithilfe histopathologischer und immunhistologischer Untersuchungen sicher bestimmen. Bei den tumorösen Erkrankungen des Auges handelt es sich überwiegend um Plattenepithelkarzinome. Weniger häufig findet man Adenokarzinome, Melanome, Sarkoide, Sarkome und andere Tumorarten. Das ideale Ergebnis der tierärztlichen Interventionen, ein normaler Visus, kann nicht in allen Fällen erreicht werden. In der Therapiekaskade sollte zunächst dieses Ziel angestrebt werden. Wo dies nicht möglich ist, gilt es den Bulbus zu erhalten. Wenn auch das nicht mehr verantwortbar ist, muss eine Entfernung der erkrankten und zumeist schmerzhaften Organe erfolgen. Als Ultima Ratio ist letztlich die Euthanasie des Patienten zu erwägen, wenn ein beschwerdefreies Weiterleben trotz der Behandlung nicht mehr möglich ist. In der vorliegenden Arbeit wurde das Vorkommen von Zubildungen im Augenbereich bei insgesamt 1343 wegen einer Augenerkrankung vorgestellten Patienten untersucht. Bei 48 der klinisch auffälligen 61 Pferde wurde histopathologisch ein Tumor festgestellt (78,7%), bei 13 Tieren (21,3%) lagen nichttumoröse Zubildungen vor.

Stichworte

Tumor, Therapie, Diagnostik, Pferd, Auge

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