„Entweder Du bleibst bei mir oder ich bring Dich um!“

Tötung des eigenen Partners

Stuttgart, Februar 2008 – Kriminalistischen Studien zufolge geht die größte Gefahr für eine Frau, getötet zu werden, von ihrem Intimpartner aus. Warum tötet ein Mensch seinen Partner? Wie kommt es zu solch einer Tragödie? Der bekannte Psychiater Andreas Marneros geht in seinem Buch „Intimizid – Die Tötung des Intimpartners“ auf die Hintergründe und Ursachen für den Mord am Partner ein. Er analysiert Täterprofile und beschreibt die Formen des Intimizids anhand konkreter Fälle. Das Werk unterstützt Fachleute dabei, die Schuldfähigkeit des Täters zu beurteilen.

Der neu geschaffene Begriff „Intimizid“ bezeichnet die Tötung des frei erwählten Geschlechtspartners. Damit spricht Marneros ein Phänomen an, das gar nicht so selten ist. Denn in vielen Mordfällen besteht eine intime Beziehung zwischen Opfer und Täter. Marneros untersucht Fälle aus seiner langjährigen Erfahrung und nähert sich den Morden aus sozialer und psychologischer Perspektive. Dabei geht er Persönlichkeitsstrukturen, Beziehungsverhältnissen von Opfern und Tätern sowie Tatsituationen auf den Grund.

So spielt die Ausgangssituation beziehungsweise das Motiv für die Tat eine wichtige Rolle: Fühlte sich der Täter vom Oper bedrängt oder gedemütigt? Hat er narzisstische Züge? War Rache oder Eifersucht im Spiel? Marneros wertet außerdem eigene statistische Untersuchungen wie beispielsweise Bildungsstand, Berufstätigkeit oder Alter der Täter aus. Er gibt forensischen Psychiatern und weiteren Fachleuten aus dem forensischen, psychologischen, kriminologischen und juristischen Bereich eine wertvolle Orientierungshilfe für die Beurteilung von Intimiziden.

Intimizid - Die Tötung des Intimpartners
Ursachen, Tatsituationen und forensische
Beurteilung
Von: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Andreas
Marneros, Halle
2008. 348 Seiten, 13 Abb., 12 Tab., geb.
EUR(D) 69,00 EUR(A) 71,00
ISBN: 978-3-7945-2414-3

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