Rundum sicher?
Stuttgart, Oktober 2008 – Obwohl Schutzimpfungen nachweisbar Krankheitsstand und Sterblichkeitsziffer senken, sind viele Menschen nicht ausreichend geimpft. Dabei können Impfungen für Ältere oder Risikopatienten lebenswichtig sein. Ein Artikel der Zeitschrift „Die Medizinische Welt“ (Heft 10/2008) des Schattauer Verlages befasst sich mit der aktuellen Impflage bei Influenza, Pneumokokken und Pertussis.
Mit dem herannahenden Herbst steht wieder die jährliche Grippeschutzimpfung an. Doch viele Menschen lassen sich nicht impfen, obwohl sie zu den so genannten Risikogruppen gehören, für die eine Grippeschutzimpfung empfehlenswert ist. Zu den Risikogruppen gehören ältere Menschen, medizinisches Personal oder chronisch Kranke. Um möglichst viele Erwachsene zu erreichen, empfiehlt der Autor beispielsweise betriebliche „Impfprogramme“.
Pneumokokkenerkrankungen enden weltweit für etwa zwei Millionen jährlich tödlich. Mögliche Erkrankungen durch Pneumokokken sind u.a. die Lungen-, Hirnhaut-, Mittelohrentzündung. Hier sind besonders Kinder, Senioren und Patienten mit chronischen Erkrankungen gefährdet. Der Autor gibt einen Überblick über mögliche Impfstoffe und empfiehlt den Risikogruppen, ihren Impfstatus zu überprüfen.
Pertussis – Keuchhusten – ist hoch ansteckend. Die Übertragung erfolgt per Tröpfcheninfektion und resultiert in lang andauerndem Husten. Inzwischen erkranken auch zunehmend Erwachsene. Da die Impfung in den alten Bundesländern von 1974 bis 1991 nicht empfohlen wurde, kam es zu einer hohen Krankheitsrate. Ziel ist es heute, gefährdete Säuglinge und Kleinkinder möglichst früh zu impfen und später aufzufrischen.
Artikel:
A. de Roux: Impfschutzstrategien für den Herbst 2008. Die Medizinische Welt 2008; 59 (10); 391-396.
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