Wenn der Zappelphilipp erwachsen wird
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche. Oft bleibt die Störung bis ins Erwachsenenalter erhalten, wobei sich das Symptomatik mit den Jahren wandelt. Die aktuelle Ausgabe der Nervenheilkunde (NHK 1-2/10) stellt verschiedene therapeutische Optionen vor, mit ADHS bei Erwachsenen umzugehen und gibt einen Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand.
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) schätzt, dass zwischen 2,5 und 4 Prozent aller Erwachsenen unter ADHS leiden. Die Dunkelziffer könnte jedoch höher liegen, da typische Folgeerkrankungen wie Depressionen, Sucht- und Angsterkrankungen sowie Persönlichkeitsstörungen häufig nicht als solche diagnostiziert werden. Während langjährige Erfahrungen mit der Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen vorliegen, zeigte sich, dass diagnostisch und therapeutisch grundlegende Unterscheide zu erwachsenen Patienten bestehen.
In der aktuellen Nervenheilkunde gibt u. a. Alexandra Philipsen (Freiburg) in Ihrem Beitrag eine Übersicht über die Entwicklung der evaluierten Psychotherapiekonzepte und deren Wirksamkeit bei erwachsenen ADHS-Patienten. Der Bedeutung sportlicher Aktivitäten in der Therapie der ADHS geht Paul Plener (Ulm) nach. Das Zusammenspiel zwischen der ADHS bei Erwachsenen mit deren Persönlichkeitsstörungen und Persönlichkeitsstruktur untersucht Esther Sobanski (Mannheim).
Weitere Artikel aus dem Inhaltsverzeichnis NHK 1-2/10:
Lesen Sie mehr in der Schwerpunktausgabe „ADHS des Erwachsenenalters“ der Fachzeitschrift Nervenheilkunde 1-1/10, die am 02.02 erscheint.
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Fachbuch zum Thema:
Krause, Johanna/Krause, Klaus-Henning: ADHS im Erwachsenenalter
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen
Mit einem Geleitwort von Wolfgang Tress
3., vollst. aktualisierte u. erw. Auflage 2009. 376 Seiten, 31 Abb., 19 Tab., geb.
€ (D) 36,95 / € (A) 38,-
ISBN: 978-3-7945-2533-1
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