
In Deutschland leiden rund 16 Millionen Menschen an krankhaftem Übergewicht. Die Fachzeitschrift
„Adipositas“ aus dem Schattauer Verlag veröffentlicht aktuelle Forschungs- und Studienergebnisse zu Ursachen, Folgeerkrankungen und Therapie. Nun ist sie Fachorgan des
Kompetenznetzes Adipositas und ab 1. Januar 2012 wird sie das Verbandsorgan der
Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG).
Jeder zweite Deutsche hat ein Übergewicht, das seine Gesundheit gefährdet und sollte aus medizinischen Gründen sein Körpergewicht senken. Adipositas, im Volksmund auch als Fettleibigkeit und Fettsucht bekannt, verursacht eine Einschränkung der Lebensqualität, ist häufig mit Begleit- und Folgeerkrankungen und einer drohenden Verkürzung der Lebenszeit verbunden.
Die Fachzeitschrift „Adipositas“ ist als multidisziplinäres Medium konzipiert, um dem wachsenden Interesse ganz unterschiedlicher medizinischer Fachbereiche am zentralen Gesundheitsproblem „Fettleibigkeit“ gerecht zu werden und die zahlreichen Facetten des Phänomens zu bündeln.
Im Rahmen der DAG-Jahrestagung in Bochum beschlossen die Mitglieder die CME-zertifizierte Zeitschrift ab 1. Januar 2012 zum Verbandsorgan zu machen. Die Mitglieder des Kompetenznetzes Adipositas beschlossen zudem einstimmig, die Fachzeitschrift aus dem Schattauer Verlag zum Fachorgan zu berufen – künftig wird regelmäßig über aktuelle Entwicklungen berichtet.
„Die Schriftleiter und Beiräte sowie der Verlag sind über diese Entscheidung und das große Vertrauen natürlich sehr froh und danken sehr herzlich dafür. Wir sind sicher, dass wir gemeinsam die Zeitschrift weiterentwickeln können und sie zum Sprachrohr der DAG und aller mit der Krankheit Adipositas und ihren Folgeerkrankungen befassten Berufsgruppen machen werden“, äußerten sich die Adipositas-Schriftleiter Prof. Dr. Wieland Kiess und Prof. Dr. Hans Hauner.
Über die Krankheit Adipositas
Adipositas ist eine chronische Krankheit, die ein erhöhtes Erkrankungs- und Sterberisiko mit sich bringt. Die Prävalenz nimmt zu, weltweit sind laut WHO derzeit 1,7 Mrd. Menschen über 15 Jahre übergewichtig, mehr als 400 Mio. adipös. Auf UN-Ebene hat die Prävention von Übergewicht laut Vereinbarungen auf der UN-Konferenz zu Nichtübertragbaren Krankheiten Top-Priorität.
Laut einer Studie (Knoll K-P, Hauner H. Adipositas 2008; 2: 204-210) werden sich 2020 die direkten Kosten von Adipositas für das deutsche Gesundheitswesen auf 22,4 Mrd. Euro belaufen. Die indirekten Kosten (z.B. Produktivitätsverlust) beziffern sich in dem Modell auf 3,3 Mrd. Euro.
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