Knochenschwund kann auch Männer treffen

Die Osteologie 4/13 widmet sich dem Thema Osteoporose des Mannes

Osteoporose wird häufig als „Frauenkrankheit“ wahrgenommen. Aber auch die Knochen des „starken Geschlechts“ können schwach werden. In den größeren Osteoporosezentren liegt der Anteil der Männer heute bei etwa 20 Prozent. Die Schattauer Fachzeitschrift Opens external link in new windowOsteologie beschäftigt sich in Opens external link in new windowAusgabe 4/13 mit der Opens external link in new windowOsteoporose des Mannes (Gastherausgeber ist Prof. Dr. Johann Diederich Ringe, Leverkusen).

Etwa sechs Prozent der über 50-jährigen Männer sind in Deutschland von Osteoporose betroffen. Obgleich bereits eine breite Palette an Medikamenten zur Behandlung der männlichen Osteoporose zur Verfügung steht, und Männer mit osteoporotischen Frakturen eine deutlich höhere Mortalität als Frauen mit Frakturen haben, werden Männer seltener behandelt. Nach einer Hüftfraktur werden etwa zwei Drittel aller Frauen mit einem osteoporosespezifischen Medikament behandelt, bei Männern ist es aber nur die Hälfte. Bei Männern stehen in 50–60% der Fälle sekundäre Osteoporosen im Vordergrund, bei postmenopausalen Frauen hingegen nur bei 30%. Daher ist es wichtig, dass behandelnde Ärzte und Patienten für dieses Thema sensibilisiert werden.

Christian Meier und Mitarbeiter (Basel) stellen mit der Beschreibung differenzierter Wirkungen von Androgen und Östrogen auf das männliche Skelett die pathogenetisch und wissenschaftlich interessanten Aspekte der männlichen Osteoporose dar. Im Fachbeitrag Opens external link in new window„Sexualhormone und ihre Bedeutung in der Entstehung männlicher Osteoporose“ arbeiten sie zudem die Limitationen und Risiken einer Androgentherapie klar heraus.

Birgit Hanusch und die für das Männerthema bekannte Arbeitsgruppe aus Newcastle upon Tyne berichten über das wichtige Phänomen erheblich häufigerer Opens external link in new window„sekundärer Osteoporosen bei Männern“ als bei Frauen. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die zunehmend an
Bedeutung gewinnenden sekundären Osteoporosen bei HIV-Patienten und Männern mit ADT, d. h. der Androgen Deprivations Therapie bei Prostatakarzinom gelegt.

Parvis Farahmand und Mitarbeiter (Gießen, Leverkusen) berichten über Opens external link in new window„Screening und Früherkennung“ sowie allgemeindiagnostische und pathogenetische Abklärung als wichtige Voraussetzung gezielter Prävention oder Therapie. Dabei werden auch ein eigener von der Leverkusener Gruppe erarbeiteter Risikotest für Männer (ORT-27) und Daten einer umfangreichen Studie zur Prävalenz und zum Verteilungsmuster sekundärerer Osteoporose vorgestellt.

Johann Diederich Ringe und Parvis Farahmand geben eine Übersicht zur Opens external link in new window„Behandlung der Osteoporose des Mannes“. Das breite Spektrum inzwischen auch für Männer zugelassener, spezifischer den Knochenumbau modifizierender Medikamente und die zugrundeliegenden Studien werden besprochen. Zusammen mit Beratung bezüglich Risikofaktoren, Basistherapie und gegebenenfalls kausaler Therapie sekundärer Osteoporosen kann betroffenen Männer heute eine dem Einzelfall angepasste Therapiestrategie verordnet werden.

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Über den Schattauer Verlag
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