Gestörter Schlaf - gestörte Seele

Am 21.6. ist der Tag des Schlafes. Wer schlecht schläft, fühlt sich schlecht. Aber auch wer psychische Probleme hat, schläft meist schlecht. Ein Teufelskreis, den die Schlafforscher in Ausgabe 2/14 der Fachzeitschrift Opens external link in new windowSCHLAF mit dem Schwerpunkt Geist & Seele genauer unter die Lupe nehmen.

Die enge Verquickung von gestörtem Schlaf und psychischer Störung ist keine Erkenntnis der Neuzeit. Bereits in der Antike schilderte Aretaeus von Kappadokien (um 80–138) in seinem Aufsatz über die Melancholie: „… die Patienten sind niedergeschlagen oder ohne jeden Schwung [...]; dazu sind sie launisch, mutlos, sie schlafen nicht oder fahren aus unruhigem Schlaf hoch“. Bis zu 90 % der an einer Depression leidenden Patienten beklagen insomnische Beschwerden in Form von Ein- und Durchschlafstörungen sowie ein als besonders quälend erlebtes morgendliches Früherwachen, verbunden mit dem Unvermögen, nochmals einzuschlafen.

Schlafstörungen sollten behandelt werden

Bislang wurde die depressionsbegleitende Schlafstörung als sekundäres, symptomatisches Phänomen angesehen. Neuere Ergebnisse zeigen jedoch, dass eine chronische Insomnie auch eine komorbide Erkrankung sein kann, die schon lange vor der Erstmanifestation einer Depression besteht; und das Risiko, später an einer Depression zu erkranken; erheblich erhöht. Schlafstörungen dürfen daher nicht bagatellisiert werden, sondern sollten von Anfang an adäquat behandelt werden.

Zu den therapeutischen Optionen gehören verhaltensmedizinische Verfahren wie die Vermittlung von schlafhygenischen Regeln, Entspannungsverfahren oder kognitive Verhaltenstherapie. Eine medikamentöse Therapie sollte stets gut mit dem Arzt abgesprochen sein, da Nebenwirkungen wie periodische Beinbewegungen im Schlaf oder Abhängigkeiten auftreten können.

3-7% der Deutschen leiden unter Albträumen

Psychische Störungen können sich neben Ein- und Durchschlafstörungen auch in Albträumen niederschlagen. 3-7% der erwachsenen Deutschen berichten über gelegentliche oder auch wiederkehrende Albträume, die meist auf ein vielschichtiges, psychopathologisches Symptom verweisen. Gefährdet sind insbesondere Personen, die eine traumatische Erfahrung machen mussten.

In Opens external link in new windowSCHAF 2/14 erläutern Experten die Zusammenhänge von Schlaf mit Depressionen, sonstigen psychischen Störungen und Albträumen:

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