Patienten mit Migrationshintergrund: psychosomatische Versorgung und Perspektiven

Jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge leben derzeit rund 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland (19,2 % der Bevölkerung). Patienten mit Migrationserfahrung werden eine immer größere Zielgruppe für die behandelnden Ärzte. Die Schattauer Fachzeitschriften Opens external link in new windowNervenheilkunde 6/14 und Ärztliche Psychotherapie 2/14 beleuchten, warum und wie sich insbesondere Therapeuten und in der psychiatrischen Versorgung tätigen Berufsgruppen auf die kulturellen Besonderheiten ihrer Patienten einstellen sollten.

Wie es um die Integration von Zuwanderern in Deutschland bestellt ist, untersucht eine aktuelle Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die diesen Dienstag vorgestellt wurde. In den Medien war u. a. zu lesen, dass die Migranten den Deutschen immer ähnlicher werden, was die Lebensgestaltung anbelangt (sie gründen seltener Familien, haben weniger Kinder und leben häufiger allein).

Komplexer Prozess der Anpassung

Die Akkulturation ist für Migranten ein komplexer Prozess der Anpassung, wenn sie ihr Herkunftsland verlassen und sich in eine neue Gesellschaft einfinden müssen. Nach John W. Berry lassen sich vier Akkulturationsstrategien unterscheiden: Integration (Beibehaltung der eigenen Kultur mit Kontakt zur Mehrheit der Einwohner des Gastlandes), Segregation (Beibehaltung der eigenen Kultur ohne Kontakt), Assimilation (Aufgabe der eigenen Kultur mit Kontakt) und Marginalisierung (Aufgabe der eigenen Kultur ohne Kontakt).

Ob es Zusammenhänge zwischen der Manifestation depressiver Erkrankungen und dem Grad der Assimilation gibt, untersucht der Fachbeitrag „Akkulturationsstile und Depressivität von Migranten“ (del Pozo et al, NHK).

Jeder fünfte Deutsche hat ausländische Wurzeln. Die demografische Entwicklung weist einen stabilen Anteil von Personen mit Migrationshintergrund auf, die für längere Zeit in Deutschland leben. Ihre besonderen Bedürfnisse in der Krankenversorgung sowie die Optimierung der entsprechenden Angebotsstrukturen sind Forschungsgegenstand der aktuellen Fachzeitschriften Nervenheilkunde 6/14 und Ärztliche Psychotherapie 2/14:

Inhalt der Opens external link in new windowNervenheilkunde 6/14:


Inhalt der Opens external link in new windowÄrztlichen Psychotherapie 2/14:

Literaturtipps zum Thema:

Thomas Hegemann, Ramazan Salman (Hg.)
Opens external link in new windowHandbuch Transkulturelle Psychiatrie
488 Seiten, 39,95 Euro
ISBN Print: 978-3-88414-467-1, auch als eBook (Pdf) erhältlich
Psychiatrie Verlag, 1. Auflage 2010

Malika Laabdallaoui, S. Ibrahim Rüschoff
Opens external link in new windowUmgang mit muslimischen Patienten
140 Seiten, 16,95 Euro
ISBN Print: 978-3-88414-484-8, auch als eBook (Pdf) erhältlich
Psychiatrie Verlag, 1. Auflage 2010

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Über den Schattauer Verlag
Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften (gegründet 1949), Stuttgart, ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit 60 MitarbeiterInnen. Zu den Standbeinen des Verlages zählen das renommierte Fachbuchprogramm (weltweite Anerkennung genießen dabei bspw. die Farbatlanten, u.a. Rohens „Anatomie des Menschen“, bereits in 20 Sprachen erschienen), 21 nationale und internationale Fachzeitschriften (die auflagenstärkste Zeitschrift ist die „Nervenheilkunde“, eine Zeitschrift aus dem Bereich der Neurowissenschaften) sowie die Kongressorganisation Schattauer Convention mit Fortbildungs-Seminaren für Human- und Veterinärmediziner. Ein mit dem Schattauer Verlag verbundenes Unternehmen ist der Psychiatrie Verlag, Köln.