Schmerzen und Missempfinden bei Parkinson-Patienten

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. In Deutschland sind etwa 250.000 bis 300.000 Personen betroffen. Ausgabe 3/15 der Fachzeitschrift „Nervenheilkunde“ aus dem Schattauer Verlag beleuchtet die Krankheit aus therapeutischer Sicht. Prof. Dr. med. Andrés Ceballos-Baumann (Schön Klinik München Schwabing) beschäftigt sich in seinem Fachartikel mit „Schmerzen und Missempfinden“ bei Parkinson-Patienten.

Morbus Parkinson ist nach Alzheimer die zweithäufigste Erkrankung des Nervensystems, an der weltweit nach Angaben der Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. rund 4,1 Millionen Menschen erkrankt sind. Aufgrund der demographischen Bevölkerungsentwicklung mit steigender Lebenserwartung wird geschätzt, dass sich die Zahl der Patienten bis 2030 weltweit auf 8,7 Millionen verdoppeln wird.

Schmerzen werden oft fehldiagnostiziert

Laut Prof. Ceballos-Baumann ist davon auszugehen, dass Schmerzen bei Parkinson häufig unterschätzt, fehldiagnostiziert und falsch behandelt werden. Denn häufig werden die Schmerzen nicht in den Zusammenhang mit der Grunderkrankung gebracht und können daher nicht zufriedenstellend therapiert werden.

Nach einer Metaanalyse bestehen bei 40% bis 85% der Parkinson-Patienten Schmerzen oder schmerzhafte Missempfindungen, die die Lebensqualität erheblich beeinflussen. Schulterschmerzen würden beispielsweise häufig als orthopädische oder rheumatische Beschwerden fehlgedeutet.
Am häufigsten (> 40%) lässt sich der Schmerz bei Parkinson-Patienten als muskuloskelettaler Schmerz einordnen, der bei fast der Hälfte der Patienten in den unteren Extremitäten zu lokalisieren ist. Zudem sind Parkinson-Patienten besonders anfällig für Verstopfung, Harnverhalt, Sodbrennen, Arthrosen, Thrombosen und schmerzhafte Schultersteife.

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Weitere Fachbeiträge im Rahmen der Opens external link in new window„Nervenheilkunde“ 3/15 „Schwerpunktausgabe: Morbus Parkinson“, die auf Referate der Schwabinger-Neuroseminare zurückgehen:

 

Buchtipps zum Thema:

Claudia Trenkwalder: Parkinson
Die Krankheit verstehen und bewältigen
Unter Mitarbeit von Dr. med. Manfred Georg Krukemeyer, Prof. Dr. med. Gunnar Möllenhoff und Dipl.-Psych. Dr. Ellen Trautmann
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D: € 19,99 / A: € 20,60
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Geschichte der Parkinsontherapie in der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel
Mit Geleitworten von Wolfgang H. Oertel und Manfred Georg Krukemeyer
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Über den Schattauer Verlag
Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften (gegründet 1949), Stuttgart, ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit 60 MitarbeiterInnen. Zu den Standbeinen des Verlages zählen das renommierte Fachbuchprogramm (weltweite Anerkennung genießen dabei bspw. die Farbatlanten, u.a. Rohens „Anatomie des Menschen“, bereits in 20 Sprachen erschienen), 21 nationale und internationale Fachzeitschriften (die auflagenstärkste Zeitschrift ist die „Nervenheilkunde“, eine Zeitschrift aus dem Bereich der Neurowissenschaften) sowie die Kongressorganisation Schattauer Convention mit Fortbildungs-Seminaren für Human- und Veterinärmediziner. Ein mit dem Schattauer Verlag verbundenes Unternehmen ist der Psychiatrie Verlag, Köln.