Psyche von Kindern und Jugendlichen: Therapie-Trends

Nur die Hälfte der als psychisch krank diagnostizierten Kinder wird laut KiGGS-Studie zurzeit behandelt. Im Rahmen der Therapieforschung stellt die Kinderpsychotherapie häufig immer noch ein Stiefkind dar. Die Fachzeitschrift „Nervenheilkunde“ aus dem Schattauer Verlag beleuchtet in Ausgabe 1-2/15 „Trends bei Hilfen für Kinder“.

Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist anderen Belastungen ausgesetzt als früher: Während akute Infektionen seltener werden, stellen chronische Krankheiten (z.B. Asthma), die nicht selten mit psychischen Störungen einhergehen, die Kinderheilkunde vor große Herausforderungen. Die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGs) veranschaulicht, dass psychische Probleme und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland auf einem hohen Niveau bleiben.

Mit rund 5% ist AD(H)S die häufigste kinderpsychiatrische Diagnose, die Lehrer mit einem viel höheren Prozentsatz angeben würden. Doch der Weg von der Feststellung der Problematik bis zur Durchführung einer geeigneten Therapie ist oft langwierig – zumal wenn die Kinder zwischen unterschiedlichen Schnittstellen der Versorgungssysteme stehen, es Ärzten schwer gemacht wird, interdisziplinär zusammen zu arbeiten oder die Behandlungskapazitäten zu knapp sind.

Ausgabe 1-2/15 der „Nervenheilkunde“ gibt den Lesern einen vielseitigen Einblick in Fragestellungen der Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Forschung und bessere wissenschaftliche Information ist in diesem Bereich dringen erforderlich. Die aktuelle Debatte um die Umsetzung von Inklusion, die aufgrund der föderalen Zuständigkeit der Bundesländer im Bildungsbereich ganz unterschiedlich geführt wird, zwingt auch über neue Formen der Unterstützung und Krankenbehandlung nachzudenken.

Inhalt „Nervenheilkunde“ 1-2/15:

  • Behandlung psychischer Erkrankungen von Kindern in deutschen Krankenhäusern (P. L. Plener et al.)
  • Inanspruchnahme professioneller Hilfen durch sexuell viktimisierte Kinder und Jugendliche (A. Münzer et al.)
  • Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern in der Heimerziehung und in Pflegeverhältnissen (M. Vasileva et al.)
  • Belastungen bei Kindern und Jugendlichen in der Inobhutnahme (S. Rücker et al.)
  • Bessere Versorgung für Kinder von psychisch kranken Eltern (M. G. Kölch et al.)
  • Familienintervention CHIMPs - children of mentally ill parents (S. Wiegand-Grefe et al.)   
  • Soziale Angst und Unsicherheit im Kindesalter (M. Laakmann et al.)
  • Sprachentwicklungsstörungen im Vor- und Grundschulalter (J. Melzer et al.)
  •  Geist & Gehirn: Opens external link in new windowHelicopter-Eltern (M. Spitzer)

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Über den Schattauer Verlag
Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften (gegründet 1949), Stuttgart, ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit 60 MitarbeiterInnen. Zu den Standbeinen des Verlages zählen das renommierte Fachbuchprogramm (weltweite Anerkennung genießen dabei bspw. die Farbatlanten, u.a. Rohens „Anatomie des Menschen“, bereits in 20 Sprachen erschienen), 21 nationale und internationale Fachzeitschriften (die auflagenstärkste Zeitschrift ist die „Nervenheilkunde“, eine Zeitschrift aus dem Bereich der Neurowissenschaften) sowie die Kongressorganisation Schattauer Convention mit Fortbildungs-Seminaren für Human- und Veterinärmediziner. Ein mit dem Schattauer Verlag verbundenes Unternehmen ist der Psychiatrie Verlag, Köln.