Weltkindertag

Adipositas bei Kindern und Jugendlichen – Welche Präventionsmaßnahmen helfen?

Am 20. September ist Weltkindertag. Bereits im Kindes- und Jugendalter werden die Weichen für ein gesundes Leben gestellt. Adipositas birgt das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen im Erwachsenenalter. Opens external link in new windowAusgabe 4/15 der Schattauer Fachzeitschrift „Kinder- und Jugendmedizin“ beschäftigt sich mit Prävention, erblicher Vorbelastung und Therapieansätzen.

Viele junge Kinder leiden bereits an Adipositas und Übergewicht. Ein Umstand der von größter medizinischer, gesellschaftlicher, gesundheitsökonomischer und ethisch-menschlicher Bedeutung ist. Einerseits wächst die Zahl der von Adipositas betroffenen Jugendlichen weiter deutlich in Deutschland an, andererseits sind die Folgen der Adipositas im frühen Kindesalter gar nicht hoch genug einzuschätzen: Im Sinne einer frühen Prägung werden im Kindesalter die Grundlagen zur Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen, damit von Herzinfarkten, Schlaganfällen und Hypertonie gelegt. Im Rahmen der Adipositas entstehen häufig eine Fettleber, ein Typ-2-Diabetes und eine große Bandbreite von Folgeerkrankungen wie Gelenk- und Rückenschmerzen sowie Hauterkrankungen. Auch das Risiko bei und nach chirurgischen Eingriffen und insbesondere bei Narkosen erhöht sich.

Prävention nötig – aber in den entscheidenden Bereichen

Am Besten sollte es gar nicht so weit kommen. Doch wie kann Prävention in einer Adipositas fördernden Lebenswelt funktionieren? Häufig zeigen Adipositasbehandlungen nur begrenzte Erfolge. Prof. Manfred J. Müller und Dr. Sandra Plachta-Danielzik (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) fordern in ihrem Fachbeitrag „Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen“ zum Umdenken auf. Dazu gehört u. a., den Eltern zu helfen, das Problem Adipositas zu bewältigen und einen „gesunden Lebensstil“ im Alltag zu praktizieren. Eltern und Kinder brauchen psychosoziale Unterstützung.

Empfehlungen der Deutschen Allianz gegen „Nichtübertragbare“ Erkrankungen

Das Strategiepapier der Deutschen Allianz gegen „Nichtübertragbare“ Erkrankungen veröffentlichte folgende zentrale Empfehlungen:

  • täglich mindestens 1 h Bewegung/Sport in der Schule
  • gesundheitsfördernde Lebensmittelpreise (Zucker-/Fettsteuer bei gleichzeitiger Senkung der Preise von Obst und Gemüse)
  • verbindliche Qualitätsstandards für Kita- und Schulverpflegung
  • Verbot von Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet


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Inhalt der "Kinder- und Jugendmedizin" 4/15

Opens external link in new windowVorwort von Schriftleiter Prof. W. Kiess lesen

 

Literaturtipps zum Thema

Klauber / Günster / Gerste / Robra / Schmacke
Opens external link in new windowVersorgungs-Report 2015/2016
Schwerpunkt: Kinder und Jugendliche
Mit Online-Zugang
2015. Ca. 352 Seiten, ca. 50 Abb., ca. 75 Tab., kart. Mit Online-Zugang.
D: € 54,99 / A: € 56,60
ISBN:
978-3-7945-3144-8 (Print)
978-3-7945-6969-4 (eBook PDF)

Erscheint voraussichtlich im Nov./Dez. 2015

Reinehr / Kersting / van Teeffelen-Heithoff / Widhalm
Pädiatrische Ernährungsmedizin
Grundlagen und praktische Anwendung
Mit einem Geleitwort von Michael J. Lentze
2012. 424 Seiten, 39 Abb., 52 Tab., geb.
D: € 69,99 / A: € 72,00
ISBN:
978-3-7945-2794-6 (Print)
978-3-7945-6625-9 (eBook PDF)

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Über den Schattauer Verlag
Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften (gegründet 1949), Stuttgart, ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit 60 MitarbeiterInnen. Zu den Standbeinen des Verlages zählen das renommierte Fachbuchprogramm (weltweite Anerkennung genießen dabei bspw. die Farbatlanten, u.a. Rohens „Anatomie des Menschen“, bereits in 20 Sprachen erschienen), 21 nationale und internationale Fachzeitschriften (die auflagenstärkste Zeitschrift ist die „Nervenheilkunde“, eine Zeitschrift aus dem Bereich der Neurowissenschaften) sowie die Kongressorganisation Schattauer Convention mit Fortbildungs-Seminaren für Human- und Veterinärmediziner. Ein mit dem Schattauer Verlag verbundenes Unternehmen ist der Psychiatrie Verlag, Köln.