Hoffnung & Krebs: Warum Ärzte die Hoffnung der Patienten erhalten sollten

Für Patienten mit einer Krebserkrankung ist Hoffnung eine wichtige Ressource. Die Hoffnung zu erhalten ist deshalb ein elementarer Faktor für die Arzt-Patient-Beziehung insbesondere in der Psychoonkologie. In der Fachzeitschrift Opens internal link in current window„Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin“ 3/15 diskutiert Prof. Franziska Geiser (Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universität Bonn) die Rolle der Hoffnung bei der Therapie und die Schwierigkeit ihrer Messbarkeit.

Das Bedürfnis des Patienten nach Hoffnung ernstzunehmen ist ein ethisches
Grundgebot ärztlichen Handelns. Insbesondere bei schweren Erkrankungen, wie beispielsweise Krebs, ist es für Ärzte häufig ein Balanceakt, bei der Diagnose ehrlich zu sein, ohne den Betroffenen die Hoffnung zu nehmen. Denn diese Hoffnung ist wichtig. Viele Studien zeigen einen positiven Zusammenhang von Hoffnung mit Lebensqualität und geringerer psychischer Belastung. Die Stärkung von Hoffnung, welche die Situation ertragbar macht und dem Patienten eine Perspektive gibt, ist ein wichtiger Aspekt der psychoonkologischen Arbeit.

Messbarkeit von Hoffnung?

Kant definiert neben den Fragen „Was können wir wissen?“ und „Was sollen wir tun?“ die Frage „Was dürfen wir hoffen“ als eine der Grundfragen der Philosophie. Interessanterweise lassen sich diese großen Lebensfragen auf die onkologische Therapiesituation gut übertragen: alle drei Fragen sind zentral für das Gespräch zwischen Arzt und Patient.
Die wissenschaftliche Messbarkeit von Hoffnung gestaltet sich allerdings schwierig. Zwar ist das Konzept Hoffnung kulturübergreifend vorhanden, doch gibt es kultur- und sprachspezifische Unterschiede, die die Erstellung von allgemeingültigen Fragebögen erschweren. Am verbreitetsten sind derzeit die Snyder Hope Scale und die Herth Hope Scale.

Lesen Sie mehr im Beitrag von Prof. Geiser Opens external link in new window„Ärztliches Handeln in der Psychoonkologie: zur Vermittlung von Hoffnung“

 

Literaturtipps:

Weitere Bücher zum Thema finden Sie in unserem <media 9223 _blank external-link-new-window "Zum Prospekt">Opens external link in new windowOnkologie-Prospekt</media> ...

 

 

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