Ernährung und Knochengesundheit: Patientenleitfaden der OSTAK

Osteoporose ist die am weitesten verbreitete Knochenerkrankung im Alter. Mit ausreichend Bewegung und der richtigen Ernährung helfen Sie, Ihre Knochen gesund zu halten und das Frakturrisiko zu vermindern. Der in Ausgabe 2/15 der Schattauer-Fachzeitschrift Opens external link in new window„Osteologie“ erscheinende Fachbeitrag Opens external link in new window„Ernährung und Knochengesundheit“ fasst zusammen, welche Ernährungsgewohnheiten Osteoporose vorbeugen. Dem Heft liegt zudem eine Patientenbroschüre bei.

In Deutschland sind insgesamt 26% der über 50-Jährigen von Osteoporose betroffen. 6,5 Millionen davon sind Frauen und 1,3 Millionen Männer (Quelle: Kuratorium Knochengesundheit). Folge dieser Knochenerkrankung können Knochenbrüche, chronische Schmerzen, Behinderung und Pflegebedürftigkeit sein. Als Fortbildungsakademie des wissenschaftlichen Opens external link in new windowDachverbandes Osteologie (DVO) hat sich die Opens external link in new windowOSTAK (Osteologie Akademie GmbH) daher zum Ziel gesetzt, umfassend über die Ernährungseinflüsse auf die Knochengesundheit zu informieren.In den Jahren des Wachstums, aber auch in den späten Lebensjahren, wenn der Knochen vermehrt abgebaut wird, kann eine bewusste Ernährung den Knochenstoffwechsel und damit auch den Erhalt der Knochengesundheit positiv beeinflussen. In einem von der OSTAK initiierten Expertengespräch unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Burckhardt (Lausanne/Schweiz) wurde erarbeitet, auf welche Vitamine und Lebensmittelbestandteile man achten sollte:

Vitamin D

Ein großer Teil der Bevölkerung weist einen Vitamin-D-Mangel auf. Neuere Daten bestätigen, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung im Kindes- und Erwachsenenalter unterversorgt ist. Besonders betroffen sind ältere Menschen in Alters- und Pflegeheimen und ältere Patienten, die schon einen Schenkelhalsbruch erlitten haben. Insgesamt 82 % der Männer und 91 % der Frauen erreichen die derzeit empfohlene tägliche Aufnahmemenge von Vitamin D nicht. Bei den über 65-Jährigen liegt dieser Anteil sogar bei 94 % bzw. 97 %.

Da es nahezu unmöglich ist, den Vitamin-D-Bedarf mit Nahrungsmitteln alleine zu decken, rät die OSTAK, die körpereigene Vitamin-D-Produktion umsichtig mit Sonnenlicht anzukurbeln oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.

Kalzium

Der Großteil der Deutschen Bevölkerung nimmt genug Kalzium über die Nahrung zu sich. Die Hälfte des täglichen Bedarfs von Erwachsenen wird über Milch und Milchprodukte gedeckt.

Nur bei Laktose-Intoleranz, die die zu mangelnder Kalziumaufnahme, schlechterer Absorption und deshalb zu einem erhöhten Osteoporoserisiko führen kann, muss die Nahrungsauswahl differenziert betrachtet werden. In vielen Fällen reicht es aus, Milch durch eine delaktosierte Milch zu ersetzen. Zudem bieten sich Joghurt und lange gereifter Hartkäse als Kalziumlieferanten an.

Proteine

Eine ausreichende Proteinaufnahme, sowohl tierischer wie pflanzlicher Herkunft, ist für die Knochengesundheit unentbehrlich. Sie muss aber mit einer adäquaten Kalziumzufuhr verbunden sein. Vor allem im Alter ist aber ein Proteinmangel häufig anzutreffen.

Kalium und Vitamin K

Kalium ist knochenfreundlich. Es vermindert die Kalziumausscheidung und ist Teil einer alkalisierenden Nahrung. Es findet sich vor allem in Gemüsen und Früchten, die teilweise Vitamin K enthalten. Besonders viel Vitamin K findet sich beispielsweise in Grünkohl, Petersilie und Spinat. Vitamin K gleicht basisch unseren Säurehaushalt aus und führt zur Stabilisierung der Knochenmatrix – vermindert also deutlich das Frakturrisiko.

Lesen Sie mehr im Beitrag „Ernährung und Knochengesundheit“

Die Patientenbroschüre „Ernährung und Knochengesundheit. Ein Patientenleitfaden“ kann bei Bedarf direkt bei der OSTAK angefordert werden:
OSTAK Osteologie Akademie GmbH, Frau Dr. B. Kastner, E-Mail: kastner@ostak.de, Tel.: +49 (0) 201/3845-627

Die Fachzeitschrift „Osteologie“ ist u. a. Verbandsorgan des Dachverbandes Osteologie, der als Gesellschafter der OSTAK fungiert.

Pressekontakt:
Stefanie Engelfried
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Schattauer GmbH
Verlag für Medizin und Naturwissenschaften
Hölderlinstrasse 3
70174 Stuttgart
Tel: 0711-22987-20
Fax: 0711-22987-85
E-Mail: Opens window for sending emailstefanie.engelfried@schattauer.de

_____________________________________________________________

Über den Schattauer Verlag
Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften (gegründet 1949), Stuttgart, ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit 60 MitarbeiterInnen. Zu den Standbeinen des Verlages zählen das renommierte Fachbuchprogramm (weltweite Anerkennung genießen dabei bspw. die Farbatlanten, u.a. Rohens „Anatomie des Menschen“, bereits in 20 Sprachen erschienen), 21 nationale und internationale Fachzeitschriften (die auflagenstärkste Zeitschrift ist die „Nervenheilkunde“, eine Zeitschrift aus dem Bereich der Neurowissenschaften) sowie die Kongressorganisation Schattauer Convention mit Fortbildungs-Seminaren für Human- und Veterinärmediziner. Ein mit dem Schattauer Verlag verbundenes Unternehmen ist der Psychiatrie Verlag, Köln.