Die Pollen fliegen, die Nase läuft – wie soll man da schlafen?

Allergischer Schnupfen und Allergie bedingte Atembeschwerden sind chronische Erkrankungen, die durch Veränderungen der Atmung und der Lungenfunktion zu Schlafstörungen führen können. Besonders jetzt im Frühjahr treten diese Beschwerden durch den Pollenflug häufig auf. Zusätzlich werden unter anderem Atemwege durch Feinstaub und Zigarettenrauch gereizt, was ebenfalls zu allergischen Rhinitis und Asthma bronchiale führen kann.

In der Schattauer Fachzeitschrift „Schlaf“, Ausgabe 1/16, beleuchtet Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Galetke in dem Fachbeitrag „Schlaf bei allergischer Rhinitis und Asthma bronchiale“ die komplexen Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und dem Schlaf und zeigt Konsequenzen für Diagnostik und Therapie auf.

Die typischen Symptome der allergischen Rhinitis treten vor allem am Tage durch Niesen, Fließschnupfen und eine behinderte Nasenatmung auf. Asthma bronchiale äußert sich durch anfallsartige Luftnot, besonders bei Kontakt mit Allergenen. Aber auch nächtliche Symptome können durch zirkadiane Veränderungen der Atmung und der Atemwege erheblichen Einfluss auf den Schlaf nehmen. In einigen Studien wurde bei Patienten mit allergischer Rhinitis unter anderem Ein- und Durchschlafstörungen festgestellt, so dass 43,7 % der untersuchten Patienten über einen nicht erholsamen Schlaf klagen. In einer weiteren Studie wurde gezeigt, dass 60 % der untersuchten Kinder mit Rhinitis häufiger schnarchen.

30 % aller Asthmatiker leiden an Tageschläfrigkeit

Durch nächtliche Luftnotattacken und/oder Hustenanfälle bei Asthma bronchiale, klagen viele Patienten über eine reduzierte Schlafeffektivität und einen ebenfalls nicht-erholsamen Schlaf, was bei knapp 30 % aller Asthmatiker zu Tageschläfrigkeit führt. Beobachtungen zeigen, dass Kinder mit häufigem nächtlichem Erwachen, bedingt durch ihre Asthmabeschwerden, mehr Fehltage in der Schule haben als asthmatische Kinder ohne nächtliche Beschwerden. Bei Asthmatikern mit Schlafstörungen spricht man aber auch häufig von „erlernter Schlaflosigkeit“, da die Angst vor erneuten nächtlichen Beschwerden auch zu einer chronischen Insomnie führen kann. Um mögliche Schlafprobleme bei beiden Erkrankungen zu behandeln, müssen diese bei Patienten erfragt werden, um sie gegebenenfalls weiter abzuklären.

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Literaturtipp zum Thema:

Wiater / Lehmkuhl:
Opens external link in new windowHandbuch Kinderschlaf
Grundlagen, Diagnostik und Therapie organischer und nichtorganischer Schlafstörungen
342 Seiten, 49 Abb., 49 Tab., geb.
D: € 49,99  /  A: € 51,40
ISBN 978-3-7945-2764-9 (Print)
ISBN 978-3-7945-6585-6 (eBook PDF)

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Über den Schattauer Verlag
Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften (gegründet 1949), Stuttgart, ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit 60 MitarbeiterInnen. Zu den Standbeinen des Verlages zählen das renommierte Fachbuchprogramm (weltweite Anerkennung genießen dabei bspw. die Farbatlanten, u.a. Rohens „Anatomie des Menschen“, bereits in 20 Sprachen erschienen), 21 nationale und internationale Fachzeitschriften (die auflagenstärkste Zeitschrift ist die „Nervenheilkunde“, eine Zeitschrift aus dem Bereich der Neurowissenschaften) sowie die Kongressorganisation Schattauer Convention mit Fortbildungs-Seminaren für Human- und Veterinärmediziner. Ein mit dem Schattauer Verlag verbundenes Unternehmen ist der Psychiatrie Verlag, Köln.