Cluster-Kopfschmerzen: Therapieleitlinien veröffentlicht

Oft zu spät diagnostiziert, können sie große Schäden verursachen

75 % aller Deutschen leiden zeitweilig unter Kopfschmerzen. Dazu gehören, neben den häufigsten Arten wie Migräne und Spannungskopfschmerzen, auch die Cluster-Kopfschmerzen. Cluster-Kopfschmerzen können bei zu später Diagnose oder unzureichender Therapie anhaltende Schäden verursachen. Deswegen wurden von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft Leitlinien entwickelt, die jüngst in der Schattauer Fachzeitschrift „Nervenheilkunde“ Heft 3/2016 publiziert wurden. 

Die International Headache Society (IHS) fasste 2013 eine Gruppe von Kopfschmerzen unter dem Begriff trigemino-autonome Kopfschmerzen (TAK) zusammen. TAK ist eine Gruppe von attackenartigen, einseitigen Kopfschmerzen, die nicht beeinflussbare Symptome wie z.B. tränende Augen und eine laufende Nase, mit sich bringen. Zu dieser Gruppe von Kopfschmerzen gehören auch die Cluster-Kopfschmerzen. Es ist eine seltene Erkrankung, die oft nicht korrekt oder verzögert diagnostiziert und deswegen in der Regel unzureichend therapiert wird. Symptomatisch für Cluster-Kopfschmerzen ist die überdurchschnittliche Stärke der Schmerzattacken, die durch normale Schmerztabletten nicht ausreichend gelindert werden können.

Frauen und Männer in jedem Alter können betroffen sein

Häufig werden Cluster- Kopfschmerzen bei Patienten diagnostiziert, die früher schon von anderen Arten von Kopfschmerzen betroffen waren. Schätzungen zu Folge trifft das in etwa bei einem Viertel der Fälle zu. Frauen und Männer in jedem Alter können darunter leiden. Die tatsächliche Häufigkeit ist vermutlich aber deutlich höher. Cluster-Kopfschmerzen können durch die Stärke der Schmerzattacken das berufliche oder private Leben erheblich beeinträchtigen und auch zu anhaltenden Schäden führen. Deswegen ist eine richtige Diagnose und Behandlung entscheidend. In dem Artikel „Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerzen, anderen trigemino-autonomen Kopfschmerzen, schlafgebundenem Kopfschmerz und idiopathisch stechenden Kopfschmerzen“, informieren die Autoren über Klinik, Diagnostik und das therapeutische Procedere bei Patienten mit TAK.

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Die Nervenheilkunde ist eine der bekanntesten Fort- und Weiterbildungszeitschriften für Neurologen, Psychiater und Nervenärzte. Da bei psychischen Störungen Hausärzte fast immer die ersten Ansprechpartner sind und die Weichenstellung für eine kompetente fachärztliche Behandlung in ihren Händen liegt, wendet sich die Nervenheilkunde zugleich an Primärärzte.
Ziel ist neben der Weitergabe aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, praxistaugliche Informationen zu vermitteln, die zur besseren Versorgung von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Störungen beitragen. Folgerichtig können Leser der Nervenheilkunde CME-Punkte sammeln. Regelmäßig werden Empfehlungen oder Leitlinien der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft sowie der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke veröffentlicht.

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