Internationaler Epilepsietag

„Nervenheilkunde“ thematisiert Zusammenhang zwischen Epilepsie und Schlaganfall

Am 8. Februar ist Internationaler Epilepsietag. Nach Schlaganfällen können epileptische Anfälle auftreten, in einigen Fällen ist eine dauerhafte antiepileptischen Behandlung notwendig. Prof. Dr. Martin Holtkamp (Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg, Charité – Universitätsmedizin Berlin) beleuchtet in seinem Fachartikel „Opens external link in new windowEpileptische Anfälle und Epilepsie nach Schlaganfall“, der in Ausgabe 1-2/2016 der „Opens internal link in current windowNervenheilkunde“ erschienen ist, Entstehung, Risikofaktoren und Therapiemöglichkeiten.

Zwischen epileptischen Anfällen und Epilepsien auf der einen und Schlaganfällen auf der anderen Seite besteht ein reziprokes Verhältnis. Während ein Schlaganfall bei jedem zehnten Patienten die Ursache von Anfällen und Epilepsien darstellt, kann eine Epilepsie mit Beginn im mittleren und späteren Erwachsenenalter Marker eines zwei- bis dreifach erhöhten Schlaganfallrisikos sein.
Bei etwa 5% der Patienten mit Schlaganfall treten in den ersten sieben Tagen epileptische Anfälle auf, dies sind akut-symptomatische Anfälle. Etwa zwei Drittel dieser Anfälle manifestieren sich innerhalb der ersten 24 Stunden. Mittel- und langfristig besteht jedoch kein relevant erhöhtes Rezidivrisiko.

Bei etwa 10% bis 12% der Patienten manifestiert sich ein erster unprovozierter epileptischer Anfall jedoch erst in einem Zeitraum von frühestens sieben Tagen bis zehn Jahren nach dem erlittenen Schlaganfall. In dieser Konstellation besteht definitionsgemäß eine Epilepsie. Risikofaktoren sind eine kortikale Beteiligung und eine Hämorrhagie. Da das Risiko für weitere unprovozierte Anfälle bei über 70% liegt, ist eine dauerhafte antiepileptische Behandlung nötig.

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Literaturtipps zum Thema

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Über den Schattauer Verlag
Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften (gegründet 1949), Stuttgart, ist ein inhabergeführtes Traditionsunternehmen mit 60 MitarbeiterInnen. Zu den Standbeinen des Verlages zählen das renommierte Fachbuchprogramm (weltweite Anerkennung genießen dabei bspw. die Farbatlanten, u.a. Rohens „Anatomie des Menschen“, bereits in 20 Sprachen erschienen), 21 nationale und internationale Fachzeitschriften (die auflagenstärkste Zeitschrift ist die „Nervenheilkunde“, eine Zeitschrift aus dem Bereich der Neurowissenschaften) sowie die Kongressorganisation Schattauer Convention mit Fortbildungs-Seminaren für Human- und Veterinärmediziner. Ein mit dem Schattauer Verlag verbundenes Unternehmen ist der Psychiatrie Verlag, Köln.