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A. Ommer (1)
(1) End- und Dickdarmpraxis Essen
Kryptoglanduläre Analfisteln sind eine häufige Erkrankung mit einem Gipfel bei jungen männlichen Erwachsenen. Die fehlerhafte Behandlung kann zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität v. a. durch eine eingeschränkte Stuhlkontinenz führen. Die Klassifikation der Analfisteln orientiert sich an der Beziehung des Fistelgangs zum Schließmuskel. Die Diagnostik besteht aus Anamnese, klinischer Untersuchung sowie intraoperativ einer Sondierung und/oder Anfärbung des Fistelgangs. Weiter gehende Untersuchungsverfahren wie Endosonographie und Magnetresonanztomographie sind nur bei komplexen und rezidivierenden Fisteln erforderlich. Als Therapie der Analfistel stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung: Fistelspaltung, Fadendrainage, Plastische Rekonstruktion mit Sphinkternaht sowie Okklusion mit Biomaterialien. Eine Spaltung sollte nur bei oberflächlichen Fisteln erfolgen. Therapie der Wahl bei hohen Analfisteln sind Schließmuskel schonende Verfahren, da die Gefahr der Stuhlinkontinenz mit der Masse an durchtrenntem Schließmuskel ansteigt. Die Ergebnisse der verschiedenen Techniken zur plastischen Rekonstruktion in Bezug auf definitive Heilung sind weitgehend identisch. Eine Alternative stellt die Okklusion mit Biomaterialien dar Hier ist eine geringere Heilungsrate bei auch niedrigerer Inkontinenzrate zu konstatieren. Zusammenfassend muss die Therapie der kryptoglandulären Analfistel an die lokalen Verhältnisse individuell angepasst werden. Entscheidend ist das Verhältnis des Fistelgangs zum Schließmuskelapparat. Ziel ist eine größtmögliche Schonung des Sphinkterapparats.
Diagnostik, operative Therapie, Analfistel, Stuhlinkontinenz
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