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Rehabilitation nach Magenoperation

Zeitschrift:Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN:0025-8512
Ausgabe:2009 (Vol. 60): Heft 3/4 2009
Seiten:79-81

Rehabilitation nach Magenoperation

G. Oehler (1)
(1) Rehazentrum Mölln der Deutschen Rentenversicherung Bund

Zusammenfassung

Nach Magenoperationen entwickeln sich funktionelle Veränderungen des Verdauungsvorgangs, die nach Gastrektomie besonders ausgeprägt sind. Ein Gewichtsverlust von 10–15% ist nach Gastrektomie zu erwarten. Die Ernährungstherapie hat daher insbesondere in der frühen Rehabilitationsphase einen hohen Stellenwert. Nach Gastrektomie kommt es in den meisten Fällen zu einer pankreozibalen Asynchronie, d. h. zu einer mangelhaften Bereitstellung der Bauchspeicheldrüsenenzyme. Eine Substitution mit Pankreasenzympräparaten ist insbesondere angezeigt, wenn die Elastasewerte im Stuhl erniedrigt sind. Als weitere Folgeerscheinung nach Gastrektomie sind Motilitätsstörungen des Ösophagus, alkalischer Reflux und Milchzuckerunverträglichkeit zu nennen. Dumpingsyndrome auf Grund von Volumenschwankungen oder reaktiven Hypoglykämien sind oft therapeutisch schwer zu beeinflussen. Meist sind Diätratschläge hilfreich. Wegen des zunehmenden Adipositasproblems gewinnen bariatrische Operationen an Bedeutung, bei denen entweder der Magen verkleinert oder ausgeschaltet wird (restriktiv bzw. malabsorptiv). Auch in diesen Fällen kann ein Dumpingsyndrom auftreten. Bedeutsam sind längerfristig Defizite für Mineralien und Vitamine, die bei der Betreuung berücksichtigt werden müssen.

Stichworte

Gastrektomie, pankreozibale Asynchronie, Dumpingsyndrom, bariatrische Operationen, Mangelzustände

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