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Gestörte epigenetische Regulation als Angriffspunkt für neue Substanzen zur Behandlung von Demenzen und Psychosen

Zeitschrift:Die Psychiatrie - Grundlagen und Perspektiven
ISSN:1614-4864
Ausgabe:2011 (Vol. 8): Heft 3 2011
Seiten:165-172

Gestörte epigenetische Regulation als Angriffspunkt für neue Substanzen zur Behandlung von Demenzen und Psychosen

A. Fischer1,2,3; P. Falkai1,3

1Klink für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen; 2European Neuroscience Institute Göttingen; 3DZNE, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen Göttingen

Zusammenfassung

Die Pathogenese neuropsychiatrischer Erkrankungen geht meist mit einer veränderten Genexpression in Hirnzellen einher. Es ist allerdings weitgehend unverstanden, welche Mechanismen zu dieser veränderten Transkriptom-Plastizität beitragen und ob solche Veränderungen ursächlich für den Krankheitsverlauf sind. Eine Reihe von Daten weisen darauf hin, dass deregulierte epigenetische Prozesse wie Histonacetylierung oder DNA-Methylierung in eine Reihe von neurodegenerativen und kognitiven Erkrankungen involviert ist. Histondeactylase (HDAC) Inhibitoren gelten daher als aussichtsreiche therapeutische Strategie für so unterschiedliche neuronale Erkrankungen wie Chorea Huntington, Morbus Alzheimer oder Schizophrenie. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Ergebnisse dieses neuen Forschungsgebiets zusammen.

Stichworte

Demenz, Epigenetik, Genexpression, neuropsychiatrische Erkrankungen

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