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Aripiprazol in der Behandlung der Manie - Aktuelle Datenlage und klinische Praxis

Zeitschrift:Die Psychiatrie - Grundlagen und Perspektiven
ISSN:1614-4864
Ausgabe:2008 (Vol. 5): Heft 2 2008
Seiten:127-133

Aripiprazol in der Behandlung der Manie - Aktuelle Datenlage und klinische Praxis

C. Normann
Abtl. Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg

Zusammenfassung

Neuroleptika kommen vielfach zur Akutbehandlung manischer Episoden zum Einsatz. Bei vergleichbarer Wirksamkeit und häufig besserer Verträglichkeit bieten atypische Antipsychotika eine sinnvolle medikamentöse Alternative zum Gebrauch von klassischen Neuroleptika. Die oralen Darreichungsformen von Aripiprazol wurden kürzlich in Europa zur Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden der Bipolar-I-Störung, sowie zur Prävention einer neuen manischen Episode bei Patienten, die überwiegend manische Episoden hatten und deren manische Episoden auf die Behandlung mit Aripiprazol ansprachen, zugelassen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die aktuelle Studienlage. In placebokontrollierten Studien konnte die Wirksamkeit von Aripiprazol in der Maniebehandlung nachgewiesen werden. Vergleichsstudien zeigten eine vergleichbare Wirkung wie Lithium und eine bessere Verträglichkeit als Haloperidol bei vergleichbarer Wirksamkeit. Bei Patienten, bei denen Aripiprazol in der Behandlung der Manie erfolgreich war, konnte auch über 26 bzw. 100 Wochen eine bessere Wirksamkeit als unter Placebo gezeigt werden. Pilotdaten liegen ebenfalls zur parenteralen Applikationsform bei akuter Manie vor. Aripiprazol stellt eine neue medikamentöse Option zur Behandlung der Manie dar.

Stichworte

Aripiprazol, bipolare Störung, klinische Studien, Manie

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