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Durch Rotaviren verursachte Gastroenteritiden in Deutschland

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Infektionskrankheiten und Impfprävention

Ausgabe: 2017 (Vol. 17): Heft 4 2017
Seiten: 239-246

Durch Rotaviren verursachte Gastroenteritiden in Deutschland

F. Kowalzik (1), M. Knuf (1)

(1) Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Mainz 2Klinik für Kinder und Jugendliche, HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Stichworte

Epidemiologie, Rotavirus, Gastroenteritis

Zusammenfassung

Rotaviren sind auch heute noch weltweit die häufigste Ursache von schweren Durchfallerkrankungen im Säuglings- und Kleinkindesalter. Schätzungen gehen von weltweit 111 Millionen Infektionen, 25 Millionen ambulanten Behandlungen und 440 000 Todesfällen bei Kindern unter 5 Jahren aus. Impfstoffe gegen Rotaviren sind seit 2006 in Europa zugelassen. In Deutschland haben einige Bundesländer eine Impfempfehlung schon vor der generellen Empfehlung durch die STIKO im Jahre 2013 ausgesprochen. Valide epidemiologische Daten zur Rate der Hospitalisierungen bei Kindern und den möglichen Auswirkungen der Impfempfehlungen sind rar. Eine Analyse der Abrechnungsdaten aller stationären Fälle bei Kindern von 0–10 Jahren zeigt, dass es im Mittel jährlich zu 25 440 Hospitalisierungen aufgrund einer durch Rotaviren verursachten Gastroenteritis kommt. 8,91 % aller stationären Aufenthalte waren durch eine akute Gastroenteritis bedingt. Vergleicht man die Raten der Hospitalisierungen vor und nach der Impfempfehlung, so lassen sich auch nach kurzer Zeit schon erste positive Effekte beobachten.

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