Kinder- und Jugendmedizin Kinder- und Jugendmedizin kjm de-de http://www.schattauer.de/rss.html Thu, 19 Oct 17 22:01:18 +0200 http://www.schattauer.de/uploads/pics/rss.jpg Fragen zum Thema "Impfprävention" http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27840 27840 2017-08-18 18:24:18 Coxsackievirus-A6-assoziierte Hand-Fuß-Mund-Krankheit http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27839 Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist ein gut bekanntes pädiatrisches Krankheitsbild. Zunehmend wird vor allem aus dem asiatischen und amerikanischen Raum von Coxsackievirus A6 (CVA6)-assoziierten Erscheinungsbildern berichtet. Die besondere Herausforderung hierbei stellt die Abgrenzung zu oftmals ähnlich imponierenden mitunter gefährlichen Krankheitsbildern, wie Herpesvirus- oder Staphylokokken-Superinfektionen, dar. Das CVA6-assoziierte Erscheinungsbild ist in dieser Arbeit anhand eines Fallbeispiels und einer Zusammenfassung literaturbekannter Daten beschrieben. Es ist klinisch gekennzeichnet durch ausgedehnte vesikulobullöse und erosive Läsionen, herpesähnelndes Ekzem, Gianotti-Crosti-ähnelnde Ausschläge sowie petechiale und purpurfarbene Läsionen. Wobei die sonst typischen Manifestationsorte wie Hand- und Fußinnenflächen eher ausgespart sind. Typischerweise gehen die Hautbefunde mit Juckreiz und späteren Nagelplattenablösungen einher, bei sonst geringer Komplikationsrate. Die Diagnostik erfolgt über Virus-PCR. Die Therapie erfolgt symptomatisch. Eine Prophylaxe mittels trivalentem anti-HFMK-Impfstoff ist in Erprobung.... K. Rieger (1), V. Schuster (1), U. G. Liebert (2) 27839 2017-08-18 11:48:45 Infektiologische Aspekte und Impfprävention bei der Versorgung geflüchteter bzw. migrierter Kinder... http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27838 Mindestens 250 000 Flüchtlingskinder sind in den letzten beiden Jahren nach Deutschland migriert. Rechtliche Rahmenbedingungen und Empfehlungen aus kinderärztlicher Sicht zu den Inhalten der Basisuntersuchung bei Kindern werden erläutert mit Schwerpunkt auf Tuberkulosescreening, latente Tuberkulose und Impfstrategie. Durch die beengten Unterkunftsverhältnisse gibt es eine erhöhte Prävalenz z. B. von Scabies. Bei einer vermutlich erhöhten Prävalenz der Kolonisation mit multiresistenten Erregern (MRE) ist ein Screening für den stationären Bereich empfohlen. Die vermutlich höhere Kolonisationsrate mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), z. B. bei Haut- und Weichteilinfektionen, muss für eine antibiotische Therapie berücksichtigt werden. Geflüchtete Kinder stellen keine „Gefahr“ für die deutsche Wohnbevölkerung dar und haben meist die gleichen Infektionserkrankungen wie ihre deutschen Altersgenossen, v. a. Atemwegs- und Durchfallerkrankungen.... P. Kaiser-Labusch (1) 27838 2017-08-18 11:45:36 Nach der Pandemie ist vor der Pandemie? http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27837 Der Erreger der Influenza-Pandemie von 2009/10, A(H1N1)pdm09, manifestierte sich anfänglich mit zum Teil schweren Verläufen vor allem bei älteren Kindern und Jugendlichen, insbesondere bei Vorliegen einer Grunderkrankung. Während der Pandemie infizierten sich in Deutschland ca. 50 % der 5- bis 17-Jährigen und 25 % der jüngeren Kinder mit diesem Erreger. Seit der Pandemie zirkuliert A(H1N1)pdm09 mit A(H3N2) und Influenza B. Damit stellte A(H1N1)pdm09 einen relevanten Anteil der in Arztpraxen und normalstationär behandelten pädiatrischen Influenza-Erkrankungen, schien aber hier nicht zu schwereren Verläufen zu führen als sonstige zirkulierende (Sub)Typen. Schwere Erkrankungen bei Kindern waren nach wie vor selten; A(H1N1)pdm09 führte allerdings während und nach der Pandemie häufiger zu Intensivstationsaufnahmen als andere zirkulierende (Sub)Typen. Das Altersspektrum von an A(H1N1)pdm09 erkrankten Intensivpatienten verschob sich post-pandemisch zu jüngeren Kindern. Schwere Erkrankungen mit A(H1N1)pdm09 betreffen nach wie vor vorwiegend Kinder mit Grunderkrankungen. Eine bessere Umsetzung der Influenza-Impfempfehlung für Kinder aus Risikogruppen sollte angestrebt werden.... A. Streng (1), J. G. Liese (1) 27837 2017-08-18 11:42:34 Durch Rotaviren verursachte Gastroenteritiden in Deutschland http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27836 Rotaviren sind auch heute noch weltweit die häufigste Ursache von schweren Durchfallerkrankungen im Säuglings- und Kleinkindesalter. Schätzungen gehen von weltweit 111 Millionen Infektionen, 25 Millionen ambulanten Behandlungen und 440 000 Todesfällen bei Kindern unter 5 Jahren aus. Impfstoffe gegen Rotaviren sind seit 2006 in Europa zugelassen. In Deutschland haben einige Bundesländer eine Impfempfehlung schon vor der generellen Empfehlung durch die STIKO im Jahre 2013 ausgesprochen. Valide epidemiologische Daten zur Rate der Hospitalisierungen bei Kindern und den möglichen Auswirkungen der Impfempfehlungen sind rar. Eine Analyse der Abrechnungsdaten aller stationären Fälle bei Kindern von 0–10 Jahren zeigt, dass es im Mittel jährlich zu 25 440 Hospitalisierungen aufgrund einer durch Rotaviren verursachten Gastroenteritis kommt. 8,91 % aller stationären Aufenthalte waren durch eine akute Gastroenteritis bedingt. Vergleicht man die Raten der Hospitalisierungen vor und nach der Impfempfehlung, so lassen sich auch nach kurzer Zeit schon erste positive Effekte beobachten.... F. Kowalzik (1), M. Knuf (1) 27836 2017-08-18 11:42:28 Aktive Masernimpfung bei jungen Säuglingen sicher und wirksam? http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27835 Wir berichten über drei Säuglinge im Alter unter fünf Monaten, davon ein Junge mit erhöhtem Risiko bei kardialer Grunderkrankung, die einen Tag nach Masern-Exposition mit dem Lebendimpfstoff aktiv im Sinne einer Inkubationsimpfung geimpft wurden. Die Kinder haben die Impfung gut vertragen, keine Masernerkrankung entwickelt und wiesen nach einem halben Jahr schützende Antikörper im Serum auf. R. Heiming (1), A. Baillot (2), S. Boy (3), C. Wasmus (4), A. Mankertz (5), U. Baumann (6) 27835 2017-08-18 11:42:21 Impfprävention von Pneumokokken-Infektionen http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27834 Pneumokokken sind grampositive Diplokokken, von denen mehr als 90 Serotypen mit unterschiedlichen Kapseleigenschaften vorliegen und die eine altersspezifische Inzidenz bezüglich invasiver Infektionen aufweisen. Die STIKO empfiehlt eine PCV13-Standardimpfung für Säuglinge und Kleinkinder sowie eine einmalige PPSV23-Standardimpfung für Senioren ab dem 60. Lebensjahr. Die PCV-Standardimpfung hat sich als effektiv in Bezug auf IPD durch Vakzine-Serotypen erwiesen. Es liegen Hinweise für die Induktion einer Herdenimmunität vor. Ferner empfiehlt die STIKO eine Pneumokokken-Impfung bei chronisch Kranken (PCV13 und PPSV23 alters- bzw. indikationsspezifisch). Die STIKO-Empfehlung zum Einsatz von PPSV23 wird kontrovers diskutiert. Merkmale der einzelnen Impfstoffe werden besprochen. A. Kunze (1), G. Wannenmacher (1), M. Knuf 27834 2017-08-18 11:42:15 Impfprävention http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27833 Erstmalig hat die STIKO evidenzbasierte Hinweise zur Schmerz- und Stressreduktion beim Impfen publiziert. Schmerz und Stress beeinflussen die Akzeptanz von Impfungen. Es liegen Empfehlungen zu Injektionstechniken, altersabhängigen Ablenkungsmethoden und weiteren Verhaltensweisen vor. Langzeitdaten zur Persistenz von anti-HBs-Konzentrationen 30 Jahre nach der Grundimmunisierung mit einem Hepatitis-B-Impfstoff belegen die Induktion einer Gedächtnisantwort bzw. die Stabilität der Antikörperspiegel. Anti-HBs-Titer fallen in Abhängigkeit vom Impfalter unterschiedlich aus. Pertussis-Epidemien treten in Ländern mit niedriger Durchimpfungsquote alle 3–4 Jahre zyklisch auf. Neuere Daten aus Deutschland belegen, dass das Erkrankungsalter bei Pertussis zunimmt und die Impfimmunität kürzer andauert als ursprünglich angenommen. Azelluläre Pertussis-Impfstoffe sind allgemein schlechter wirksam als Ganzkeim-Impfstoffe. Säuglinge erkranken am häufigsten. Das Auftreten von Pertactin-defizienten Pertussis-Stämmen scheint für den Wirkungsverlust der Impfstoffe von Bedeutung zu sein. Es werden Daten zur Sicherheit der Rotavirus-, HPV- und MMR-Impfung sowie zum Auftreten von Impfgranulomen besprochen. For the first time, STIKO published evidence-based information on pain and stress reduction during vaccination. Pain and stress affect the acceptance of vaccinations. There are recommendations on injection techniques, age-dependent deflection methods and other behaviors. Long-term data on the persistence of anti-HBs concentrations 30 years after the basic immunization with a hepatitis B vaccine demonstrate the induction of a memory response and the stability of the antibody levels. Anti-HBs titres vary depending on the age of vaccination. Pertussis epidemics occur cyclically every 3 to 4 years in countries with low vaccination rates. Recent data from Germany show that the disease age increases with pertussis and the vaccine immunity is shorter than originally assumed. Accellular pertussis vaccines are generally less effective than whole-seed vaccines. Infants develop most frequently. The occurrence of pertactin-deficient pertussis strains appears to be important for the loss of potency of the vaccines. Data on the safety of rotavirus, HPV and MMR vaccination as well as on the appearance of vaccine granulomas are discussed.... M. Knuf, F. Zepp (1) 27833 2017-08-18 11:42:08 Infektionskrankheiten und Impfprävention http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27832 M. Knuf 27832 2017-08-18 11:41:58 Fragen zum Thema "Entwicklungsdiagnostik mit dem Barley Scales of Infant and Toddler Development... http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27642 27642 2017-06-13 15:45:42 Ein Fall von Encephalitis lethargica? http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27641  A. Diamanti, F. Chatzispyroglou, L. Rühe, T. Hofmann, M. Endmann, 27641 2017-06-13 15:23:56 Angeborene und erworbene Neutropenien im Kindesalter http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27417 Die schwere chronische Neutropenie (SCN) umfasst eine heterogene Gruppe von Erkrankungen mit einem gemeinsamen hämatologischen und klinischen Phänotyp, der durch eine absolute Neutrophilenzahl unterhalb 0.5 x 109/l und ein erhöhtes Risiko für schwere bakterielle Infektionen charakterisiert ist. Die Unterscheidung zwischen angeborener und erworbener Neutropenie und die Identifikation ursächlicher Genmutationen sind von immenser Bedeutung für die Bewertung der Prognose. Im Kindesalter sind die primären Autoimmunneutropenien die häufigste Ursache einer SCN. Angeborene, genetische Neutropenien haben trotz ihrer Seltenheit einen erheblichen Wert für die Erforschung normaler und pathologischer Blutbildung und eine fundamentale Bedeutung für das heutige Verständnis der Hämatopoese. Bisher konnten mehr als 10 verschiedene Genmutationen beschrieben werden, die mehrheitlich mit einem erhöhten Leukämierisiko assoziiert sind. Durch die Behandlung mit hämatopoetischen Wachstumsfaktoren hat sich die Langzeitprognose von SCN-Patienten dramatisch verbessert: Bakterielle Infektionen werden verhindert und die uneingeschränkte Teilnahme am Alltagsleben ist möglich.... C. Zeidler (1), S. Mellor-Heineke (1) 27417 2017-04-11 08:18:21 Chancen der modernen Gendiagnostik in der pädiatrischen Hämatologie http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27418 Durch die Möglichkeiten, welche die neuen Technologien zur DNA-Sequenzierung bieten, können zahlreiche Verdachtsdiagnosen parallel überprüft werden. Seit 2016 ist eine molekulargenetische Paneldiagnostik in Deutschland über die Krankenkassen abrechenbar. Bei Patienten im Kindes- und Jugendalter ist hierfür eine Zusammenarbeit zwischen Pädiatern und Humangenetikern sinnvoll, um die dabei entstehenden Daten auszuwerten und zu interpretieren. Das Beispiel einer jungen Patientin mit einem UMPH1-Mangel zeigt den Nutzen der neuen Methoden auch für die pädiatrische Hämatologie. M. A. Mensah (1), D. Horn (1) 27418 2017-04-11 08:18:21 Nicht maligne Hämatologie http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27411 S. Lobitz, S. Holzhauer 27411 2017-04-11 08:18:20 „Migrantenanämien“ oder „Migrationsanämie“ http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27412 Wenn man im Zusammenhang mit der Migration von Anämien spricht, sind in der Regel damit Erkrankungen gemeint, die in Deutschland überwiegend oder nahezu ausschließlich bei Migranten oder Personen mit Migrationshintergrund auftreten. Viele der Erkrankungen sind aufgrund früherer Migrationsbewegungen bereits seit längerem in Deutschland präsent und ein ernst zu nehmendes Problem. Dies betrifft insbesondere die neben dem G6PD-Mangel als weltweit häufigste monogene Erbkrankheiten geltenden Hämoglobinerkrankungen, die Thalassämien und die Sichelzellkrankheit. Neu an der gegenwärtigen Situation ist vor allem der plötzliche Anstieg chronisch therapiebedürftiger Patienten, mit einem großen Anteil schwerkranker Patienten mit umfangreichen Komplikationen, die noch dazu oft nur bruchstückartig bekannt sind. Viele Patienten weisen Zeichen einer deutlich inadäquaten Transfusionstherapie, eine erhebliche Eisenüberladung, eine Allo- und Autoimmunisierung oder durch frühere Transfusionen übertragene Hepatitis B- und Hepatitis-C-Infektionen auf. Interdisziplinäre, alters- und strukturübergreifende Behandlernetzwerke sind zur Bewältigung dieser Herausforderung zwingend notwendig.... H. Cario (1) 27412 2017-04-11 08:18:20 Perspektive: Neugeborenenscreening auf Sichelzellkrankheiten in Deutschland http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27413 Die Sichelzellkrankheit ist eine angeborene, nicht maligne Hämoglobin-Erkrankung, die unerkannt mit einer hohen Morbidität und Mortalität im Säuglings- und Kleinkindesalter verbunden ist. Durch vergleichsweise einfache prophylaktische Maßnahmen können die meisten gravierenden Komplikationen jedoch vermieden werden. Eine frühzeitige Diagnose, im Idealfall bei Geburt, sollte daher unbedingt angestrebt werden. In vielen Ländern der Welt werden bereits alle Neugeborenen auf biochemische Zeichen einer Sichelzellkrankheit untersucht und bei Indikation weiterer Diagnostik zugeführt. In Deutschland gibt es derzeit intensive Bestrebungen, die Sichelzellkrankheit in das Neugeborenenscreeningprogramm zu integrieren. S. Lobitz (1) 27413 2017-04-11 08:18:20 Viszerale Leishmaniose als Differenzialdiagnose bei Anämie http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27414 Die viszerale Leishmaniose ist eine durch Sandfliegen übertragene Infektionserkrankung, die endemisch in den Tropen, in den Subtropen und im Mittelmeerraum vorkommt. In Deutschland tritt die Erkrankung bisher hauptsächlich reiseassoziiert und nur in sehr geringen Fallzahlen auf. Aufgrund der globalen Erwärmung und zunehmender Reiseaktivitäten ist jedoch mit einer Zunahme von Erkrankungen auch in Deutschland zu rechnen. Da sie unbehandelt in den meisten Fällen tödlich verläuft, sollte die viszerale Leishmaniose differenzialdiagnostisch unbedingt berücksichtigt werden. Typische Symptome sind unter anderem unklares Fieber, Splenomegalie sowie Blutbildveränderungen. Wir berichten über zwei Kinder mit der Diagnose einer viszeralen Leishmaniose und fassen die aktuellen Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie zusammen. N. Hagedorn (1) 27414 2017-04-11 08:18:20 Anämiediagnostik http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27415 Die Erstbetreuung von Kindern mit neu aufgetretener Anämie erfolgt meist durch den behandelnden Pädiater. Er muss zwischen akuter und chronischer Anämie unterscheiden und die Dringlichkeit der weiteren Abklärung abschätzen. Neben den lange etablierten diagnostischen Möglichkeiten stehen heute neuere Methoden zur Verfügung, um die korrekte Diagnose zu stellen. Im Folgenden stellen wir ein leitliniengerechtes und zugleich praxisnahes Schema zur weiteren diagnostischen Abklärung vor. F. Loewecke (1), O. Andres (1), S. W. Eber (2) 27415 2017-04-11 08:18:20 Die Immunthrombozytopenie bei Kindern und Jugendlichen http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27416 Die Immunthrombozytopenie (ITP) ist der gemeinsame Phänotyp einer Vielzahl zugrunde liegender Erkrankungen. Der klinische Verlauf ist bei der Mehrheit der Kinder akut und selbstlimitierend, eine unkritische Therapie sollte vermieden werden. Nur bei ca. 10–20 % verläuft die ITP chronisch. Bei diesen Kindern können weitere Autoimmunphänomene hinzukommen, die Lebensqualität kann durch Blutungen oder die Sorge vor schwerwiegenden Blutungskomplikationen und damit einhergehenden Einschränkungen vermindert sein. Hier besteht Behandlungsbedarf: Zur Therapie werden neben Glukokortikoiden und Immunglobulinen eine Vielzahl an immunsuppressiven oder immunmodulatorischen Medikamenten eingesetzt. Vergleichende Studiendaten zur Sicherheit und Effektivität der verschiedenen Therapeutika zur Behandlung der ITP bei Kindern und Jugendlichen fehlen. Kürzlich wurde der Thrombopoietinagonist Eltrombopag zur Behandlung der chronischen ITP bei Kindern, die kein ausreichendes Ansprechen auf eine Therapie mit Immunglobulinen und Glukokortikoiden zeigen, zugelassen. Damit steht behandelnden Ärzten jetzt ein Medikament mit einem komplett anderen Wirkmechanismus zur ITP-Behandlung zur Verfügung. Therapieziel von Thrombopoietinagonisten ist die Substitution eines sekundären Thrombopoietinmangels, der häufig bei Patienten mit ITP beobachtet wird und Folge des erhöhten Thrombozytenumsatzes bei ITP ist. Die Therapie führt bei der Mehrzahl der Kinder zumindest zu einem transienten Anstieg der Thrombozyten und wird generell gut vertragen. Aufgrund der fehlenden Daten zu Langzeitfolgen und der derzeit noch hohen Therapiekosten sollte die Indikation zur Therapie jedoch für TPO-Agonisten weiterhin streng gestellt werden.... S. Holzhauer (1) 27416 2017-04-11 08:18:20 Fragen zum Thema: „Migrantenanämien“ oder „Migrationsanämie“ – neue Worte für „alte“ Erkrankungen http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27410 27410 2017-04-11 08:17:58 Diagnostik und Therapie aggressiver Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27159 Die Diagnostik und Therapie aggressiv-oppositioneller Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen stellt eine besondere Herausforderung für die Praxis dar, weil diese Störungen sehr häufig auftreten, meist einen chronischen Verlauf haben und insgesamt schwer zu behandeln sind. Um eine gute klinische Praxis in jedem Einzelfall gewährleisten zu können, sollte die Diagnostik dem Konzept einer evidenzbasierten multimodalen Verhaltens- und Psychodiagnostik folgen, die auf reliablen und validen Verfahren basiert. Zur Behandlung von oppositionell-aggressiven Störungen sollte ebenfalls ein evidenzbasiertes multimodales Vorgehen gewählt werden, bei dem patienten-, familien-, kindergarten- bzw. schulzentrierte und, wenn nötig, auch gleichaltrigenzentrierte Interventionen als Methoden der ersten Wahl integriert werden, das in seltenen Fällen bei entsprechender Indikation auch mit Pharmakotherapie kombiniert werden kann. Evaluierte deutschsprachige diagnostische Verfahren sowie Therapiemanuale werden vorgestellt.... A. Görtz-Dorten (1, 2, 3), A.-K. Treier (1, 2, 3), C. Stadler (4), T. Banaschewski (5), J. M. Fegert (6), P. L. Plener (5), M. Döpfner (1, 2, 3) 27159 2017-02-09 10:41:17 Emotionale Störung mit Trennungsangst im Kindes- und Jugendalter http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27160 Die Störung mit Trennungsangst geht über entwicklungsphasentypische, vorübergehende Ängste in Trennungssituationen („Fremdeln“) hinaus und äußert sich bspw. durch Vermeidungsverhalten, somatische Beschwerden oder ängstliche Kognitionen in Trennungssituationen. Angesichts der hohen Prävalenz der Störung mit Trennungsangst im Kindesalter sowie deren Persistenz und Rolle als Risikofaktor für die Entwicklung weiterer psychischer Erkrankungen im Erwachsenenalter, ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung der Störung notwendig. Hier kommt Pädiatern als erste Anlaufstelle von Eltern eine wichtige Rolle zu. Als Voraussetzung für eine adäquate Behandlung sollte eine multimodale Diagnostik (u. a. klinisches Interview, Fragebögen, Verhaltensbeobachtung, somatische Differenzialdiagnostik) erfolgen. Bei Bestehen einer Störung mit Trennungsangst, liegt mit der kognitiven Verhaltenstherapie ein umfangreich geprüftes und nachhaltig wirksames Therapieverfahren vor, dessen Kernelement die Konfrontation mit den angstauslösenden Situationen ist.... T. In-Albon (1), C. Haaß (1) 27160 2017-02-09 10:41:17 Posttraumatische Belastungsstörungen im Kindes- und Jugendalter erkennen und behandeln http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27161 Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine symptomatische Reaktion auf extrem erschreckende Erlebnisse. Die Symptome umfassen Wiedererleben, Vermeidung, negative kognitive und affektive Veränderungen sowie Übererregbarkeit und werden von Kindern und Jugendlichen, gemäß ihrem Entwicklungsstand, ausgestaltet. Eine gezielte und kindgerechte Exploration und Diagnostik mit standardisierten Verfahren sind für die Diagnose und Differenzialdiagnose notwendig. Gut empirisch abgesichert sind störungsspezifische verhaltenstherapeutische Interventionen wie die Trauma-fokussierte Kognitive Verhaltenstherapie (Tf-KVT), während es nur unzureichende Wirksamkeitsbelege für eine pharmakotherapeutische Behandlung gibt. E. Pfeiffer (1), C. Sachser (1), L. Goldbeck (1) 27161 2017-02-09 10:41:17 Behandlungsbedarf nach Kindesmisshandlung, -missbrauch und -vernachlässigung http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27162 Angesichts hoher Prävalenzen von Kindesmisshandlung, -missbrauch und psychischer Folgestörungen stellt die Kinder- und Jugendarztpraxis einen idealen Ort dar, um misshandlungsbedingte Risiken für die Entwicklung und psychische Gesundheit frühzeitig zu erkennen. Dieser Artikel beschreibt anhand von zwei Fallbeispielen die Vorteile des aktiven Hinsehens und Nachfragens nach Misshandlungserlebnissen bei allen pädiatrischen Patienten zur frühzeitigen Aufdeckung psychischer Folgestörungen und zur Einleitung angemessener psychiatrischer und psychotherapeutischer Interventionen. Ein Früherkennungs- und -interventionsansatz für die pädiatrische Praxis wird dargestellt. H. G. Ganser (1), P. Plener (1), A. Witt (1), L. Goldbeck (1) 27162 2017-02-09 10:41:17 Psychologische Onlineberatung und -therapie für Eltern von Kindern mit chronischen Erkrankungen http://www.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27163 Eltern chronisch kranker Kinder sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt, was zu negativen Auswirkungen auf ihre eigene psychische Gesundheit führen kann. Ihr Zugang zu adäquaten Behandlungsangeboten ist aus unterschiedlichen Gründen wie beispielsweise knappen zeitlichen Ressourcen oft erschwert. Internetbasierte Psychotherapie, deren Wirksamkeit bereits gut belegt ist, hat das Potenzial, auch für diese Zielgruppe eine Alternative zu konventioneller Psychotherapie darzustellen. Im Rahmen einer Pilotstudie wurde ein Interventionsprogramm für Eltern eines Kindes mit Mukoviszidose als manualisierte kognitiv-behaviorale Schreibtherapie konzipiert, auf einer passwortgeschützten Internetplattform implementiert und anschließend hinsichtlich Machbarkeit und Akzeptanz evaluiert. Das Interventionsprogramm erwies sich als gut durchführbar und wurde von den Teilnehmern gut akzeptiert. Eine Weiterentwicklung des Beratungsprogramms für Eltern von Kindern mit anderen seltenen Erkrankungen wird derzeit erprobt.... M. Herle (1), C. Knaevelsrud (2), C. Lehmann (3), A. Wallenwein (1), C. Weiss (3), L. Goldbeck (1) 27163 2017-02-09 10:41:17