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Beeinflusst das R&R-Programm neuropsychologische Aspekte bei Straftätern?

Zeitschrift:Nervenheilkunde
ISSN:0722-1541
Ausgabe:2012: Heft 1-2 2012 (1-100)
Seiten:36-41

Beeinflusst das R&R-Programm neuropsychologische Aspekte bei Straftätern?

Das R&R-Programm in der Entziehungsmaßregel

A. Wettermann (1), D. Schläfke (1), F. Kupke (1), J. M. Fegert (2)

(1) Klinik für Forensische Psychiatrie, Zentrum für Nervenheilkunde der Universität Rostock; (2) Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Zusammenfassung

Das R&R-Programm ist ein spezielles Training für Straftäter, welches auf die Vermittlung kognitiver Fertigkeiten abzielt, um das impulsive, egozentrische, unlogische und rigide Denken von Delinquenten zu verändern (7). Wir untersuchten forensische Patienten (n = 34), die nach § 64 StGB im Maßregelvollzug Rostock untergebracht sind. Patienten, die am R&R-Training teilnahmen, wurden mit Kontrollprobanden verglichen, die das übliche Therapieprogramm durchliefen. Um die Wirksamkeit zu überprüfen, wurden die im R&R angesprochenen Konzepte mit einer neuropsychologischen Testbatterie (Trail Making Test, Farbe-Wort-Interferenz-Test, Zahlen-Verbindungs-Test, Turm von London und Regensburger Wortflüssigkeits-Test) im Prä- und Post-Design erhoben. Wir konnten nachweisen, dass sich das R&R-Programm bezüglich kognitiver Flexibilität und problemlösendem, zielsetzendem Denken bei unseren Patienten als wirksam erwiesen hat.

Stichworte

Entziehungsmaßregel, R&R-Programm, neuropsychologische Defizite

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Nervenheilkunde 2012 31 1-2: 30-35