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Pharmakovigilanz in Deutschland und auf internationaler Ebene

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Aktuelles aus Klinik und Praxis aus dem Universitätsklinikum Ulm

Ausgabe: 2017: Heft 9 2017 (683-782)
Seiten: 715-718

Pharmakovigilanz in Deutschland und auf internationaler Ebene

R Zeiss (1), C. Schönfeldt-Lecuona, B. J. Connemann, M. Gahr

(1) Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III, Ulm

Stichworte

Nebenwirkungen, Arzneimittelsicherheit, Psychopharmaka, unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Zusammenfassung

Gegenstand und Ziel: Die Pharmakovigilanz hat seit der Thalidomid-Katastrophe in den 1960er-Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, speziell für die Post-marketing-Arzneimittelsicherheit ist sie von großer Wichtigkeit. Diese Arbeit soll einen kurzen Überblick über terminologische Aspekte, die Methoden der Pharmakovigilanz, die aktuelle Situation in Deutschland und über die Schwierigkeiten und Herausforderungen bieten. Material und Methoden: Es wurde eine narrative Übersichtsarbeit erstellt. Die Literaturrecherche wurde in der bibliografischen Datenbank MEDLINE durchgeführt. Ergebnisse: Es sind große Fortschritte im Bereich der Pharmakovigilanz, speziell in der Organisation der Spontanmeldedatenbanken, der internationalen Zusammenarbeit und den statistischen Methoden erzielt worden. Jedoch zeigt sich auch, dass sowohl seit langem bekannte Probleme wie das Underreporting und Schwierigkeiten bezüglich der Kausalitätsbewertung als auch neue Herausforderungen wie der erschwerte Zugang zu Sekundärdaten in Deutschland noch vorhanden sind. Schlussfolgerungen: Trotz der erfreulichen Fortschritte, die im Bereich der Pharmakovigilanz erreicht worden sind, stehen für die Zukunft noch zahlreiche Herausforderungen und Aufgaben an. Insbesondere für Deutschland ist der Zugang zu Sekundärdaten, eine Integration der Datenquellen und eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen ein wichtiges Thema. Auch die weitere Verbesserung der Wahrnehmung und das Bewusstsein für Arzneimitteltherapiesicherheit und Nebenwirkungen dürfen nicht aus den Augen verloren werden.

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