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J. Berrouschot (1), A. Stoll (1), F. Fluri (2), P. A. Lyrer (2), S. T. Engelter (2, 3)
(1) Klinik für Neurologie, Klinikum Altenburger Land, Altenburg; (2) Neurologische Abteilung und Stroke Unit, Universitätsspital Basel, Schweiz; (3) Hirnschlagbehandlungskette Universitätsspital – Felix Platter-Spital, Basel, Schweiz
Fragestellung: Wir untersuchten orolinguale Angioödeme bei Schlaganfall-Patienten, die eine intravenöse Thrombolyse erhielten. Material und Methoden: In zwei Zentren wurden von Januar 2004 bis Dezember 2008 Häufigkeit, Ausprägung und Folgen eines orolingualen Angioödems während Thrombolyse mit rt-PA erfasst. In einer Metaanalyse wurde das Risiko für Angioödeme unter ACE-Hemmern berechnet. Ergebnisse: Bei 548 thombolysierten Patienten traten sechs orolinguale Angioödeme auf. Vier dieser Patienten mussten intubiert und beatmet werden. Fünf Patienten nahmen vor Thrombolyse ACE-Hemmer ein. In einer Metaanalyse betrug die Odds ratio 24, das heißt, das Risiko unter ACE-Hemmern während der Thrombolyse mit rt-PA ein orolinguales Angioödem zu bekommen, ist stark erhöht. Schlussfolgerung: Ärzte und Pflegekräfte müssen Patienten während der Thrombolyse engmaschig klinisch überwachen und über die Möglichkeit des zwar seltenen, aber potenziell lebensbedrohlichen orolingualen Angioödems informiert sein.
rt-PA, Thrombolyse, ischämischer Schlaganfall, Orolinguales Angioödem
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F. Spöhr, B. W. Böttiger Hämostaseologie 2007 27 5: 356-359 | ||
| 2. | ||
M. Sitzer, F. Dvorak, C. Förch Nervenheilkunde 2007 26 5: 352-356 | ||
| 3. | ||
K. Alfke, O. Jansen Hämostaseologie 2006 26 4: 326-333 | ||