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Die Rolle der Hypocretine bei affektiven Störungen

Zeitschrift:Nervenheilkunde
ISSN:0722-1541
Ausgabe:2011: Heft 11 2011 (849-948)
Seiten:893-897

Die Rolle der Hypocretine bei affektiven Störungen

F. M. Schmidt (1), J. Kratzsch (2), U. Hegerl (1), P. Schönknecht (1)

(1) Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig; (2) Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik am Universitätsklinikum Leipzig

Zusammenfassung

Die Polypeptide des lateralen Hypothalamus (LH), Hypocretine (Hcrt), besitzen bedeutsamen Einfluss auf die Schlaf-wach-Rhythmik, prolongierte Aufmerksamkeit und Wachheit, autonome Funktionen und die Energiehomöostase. Das Fehlen von Hcrt führt zur Narkolepsie, aber auch bei affektiven Störungen wird eine diskrete Veränderung des Hcrt-Metabolismus vermutet. Bei diesen weisen Schlafstörungen, Appetitstörungen sowie veränderte Vigilanzregulation ebenso wie anatomische Verbindungen zwischen dem LH und in der Depression dysregulierter Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und dem Locus coeruleus auf einen Einfluss der Hcrt in affektiven Störungen hin. Dieser Übersichtsartikel stellt den derzeitigen Stand der Forschung zu Hcrt bei affektiven Störungen dar und gibt einen Ausblick auf den möglichen Einsatz Hcrt-regulierender Pharmaka in der klinischen Praxis.

Stichworte

Depression, Affektive Störungen, Vigilanz, Hypocretin, Orexin, Almorexant

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