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Myasthenie und Thymus

Zeitschrift: Onkologische Welt
ISSN: 1869-0874
Ausgabe: 2017 (Vol. 8): Heft 2 2017
Seiten: 58-64

Myasthenie und Thymus

B. Jordan (1), S. Zierz (1)

(1) Klinik für Neurologie der Martin-Luther-Universität Halle, Halle/Saale

Stichworte

Antikörper, Myasthenia gravis, Thymom, Lymphofollikuläre Hyperplasie, Somatostatin

Zusammenfassung

Die Thymuspathologie bei der Myasthenia gravis (MG) umfasst sowohl die lymphofollikuläre Hyperplasie (LFH) bei der Frühmanifestation der Azetylcholinrezeptorantikörper (AChR-AK) positiven Form als auch Thymome. Die Diagnostik schließt die Erhebung des Antikörperstatus ein, um die Indikation zur Thymektomie bei der klassischen AChR-Antikörper positiven Form prüfen zu können. Bei radiologischem Verdacht einer mediastinalen Raumforderung kann nuklearmedizinisch die Bindung von Somatostatinrezeptoren (DOTATOC-PET) bei Thymomen visualisiert werden. Die Thymektomie mit Thymomresektion ist unter onkologischem Aspekt grundsätzlich indiziert. Die Diagnose der paraneoplastischen MG besitzt somit eine besondere Indikatorfunktion für den weiteren Verlauf der Thymomerkrankung. Wenngleich die thymomassoziierte MG sich im klinischen Verlauf nicht von der klassischen Myasthenie unterscheidet, bedarf die Betreuung dieser Patienten besonderer Sorgfalt. Meist ist die Fortführung der Immunsuppression erforderlich. Gleichzeitig sind dabei die erhöhte Infektneigung, das erhöhte Risiko eines Zweitmalignoms als auch eines Thymomrezidivs zu beachten.

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