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Hertha Richter-Appelt
Im Zusammenhang mit der Betreuung und Behandlung von Personen mit Intersexualität ist immer wieder die Forderung aufgestellt worden, dass Betroffenen und ihren Angehörigen psychologische Hilfe angeboten werden soll. Diese Hilfe kann bei der Diagnosemitteilung und deren Verarbeitung wichtig sein, kann präventiven Charakter haben, d.h. zum Ziel haben, negative Erfahrungen mit dem eigenen Körper, mit anderen Personen, auch mit Ärzten, zu verhindern, aber auch angeboten werden, um negative, traumatisierende Erfahrungen aus der Vergangenheit auf zu arbeiten. Bestimmte Aspekte für die psychologische Beratung werden erörtert, wie der Umgang mit der Kränkung, ein Kind mit Intersexualität geboren zu haben bzw. selbst intersexuell zu sein, dem Auftreten von Schuldgefühlen und v.a. von Ängsten im Zusammenhang mit Stigmatisierung und untypischer Geschlechtsentwicklung eventuell in Form eines Geschlechtswechsels. Ferner wird die Bedeutung von Geschlecht in der Eltern-Kind Interaktion dargestellt im Zusammenhang mit Mentalisierungsprozessen und deren Auswirkung auf die spätere Beziehungsgestaltung.
Intersexualität, Eltern-Kind Beziehung, Psychologische Beratung