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Können somatische Erkrankungen einen „symbolischen Ausdrucksgehalt“ besitzen? Überlegungen auf der Basis psychoneuroimmunologischer Zusammenhänge

Zeitschrift: Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
ISSN: 1862-4715
Thema:

Therapiemanuale

Ausgabe: 2017 (Vol. 12): Heft 3 2017
Seiten: 163-169

Können somatische Erkrankungen einen „symbolischen Ausdrucksgehalt“ besitzen? Überlegungen auf der Basis psychoneuroimmunologischer Zusammenhänge

H Federschmidt (1)

(1) Zentrum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am St. Josefs-Krankenhaus Freiburg / Konsiliardienst für den Regionalverband kirchlicher Krankenhäuser

Stichworte

Substanz P, Psychoneuroimmunologie, Ausdruckserkrankung, Psychosomatische Krankheitsmodelle

Zusammenfassung

In der medizinischen Literatur gibt es viele Berichte, in denen die Art der Symptombildung bei somatisch Erkrankten als Ausdruck seelischer Inhalte gedeutet wird. Im letzten Jahr-hundert wurden zur Erklärung psychosomatischer Erkrankungen verschiedene theoretische Konzepte entwickelt. In der aktuellen Forschung wird jedoch theoretischen Konzepten, die einen Ausdrucksgehalt psychosomatischer Erkrankungen mit einschließen, nicht mehr nachgegangen. Dies liegt sowohl an der Komplexität, die eine derartige Forschung erfor-dern würde, als auch daran, dass ein schlüssiges psychoimmunologisches Erklärungsmodell fehlt. Es werden in dieser Arbeit psychoneuroimmunologische Zusammenhänge dargestellt, anhand derer erklärbar ist, wie auch somatische Erkrankungen einen Ausdrucksgehalt haben können, vergleichbar mit einer Konversionsstörung ohne somatisches Korrelat. Hierbei ist die Neuropeptid-Achse mit der Substanz P entscheidend. Die Einbeziehung eines mögli-chen Ausdrucksgehaltes somatischer Erkrankungen als zusätzliche Informationsquelle ist für ein ganzheitliches Verständnis eines Patienten genauso hilfreich wie bei der klassischen Konversionsstörung.

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