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Optimierung oder Selbstfürsorge - über die Nutzung von Resilienzfaktoren

Zeitschrift: Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
ISSN: 1862-4715
Thema:

Ressourcenorientierte Psychotherapie

Ausgabe: 2015 (Vol. 10): Heft 4 2015
Seiten: 221-226

Optimierung oder Selbstfürsorge - über die Nutzung von Resilienzfaktoren

L. Reddemann (1)

(1) Kall

Stichworte

Akzeptanz, Coping, Resilienz, Burnout-Prophylaxe, Selbstfürsorge

Zusammenfassung

Es wird davon ausgegangen, dass Menschen über Selbstregulationskräfte oder auch Resilienz verfügen, die, wie u.a. Bonanno immer wieder gezeigt hat, dazu beitragen, dass Belastungen gut gemeistert werden können. Daher erscheint es notwendig, verschiedenste Reaktionsmuster von Individuen in Betracht zu ziehen, wenn die Nutzung von Resilienzfaktoren und Selbstfürsorge notwendig ist. Resilienz sollte auch lebenslang gepflegt werden. Es geht allerdings auch darum, zu lernen mit Belastungen zu leben und nicht zu glauben, dass bei entsprechendem Verhalten jegliche Art von Schwierigkeiten gemeistert werden kann. Zur Lebenskunst gehört sicher beides: Resilienz und Akzeptanz, Letztere möglicherweise sogar ein Teil der Resilienz, sowie mit unbeantwortbaren Fragen leben zu lernen. Gerade hierfür erscheint eine psychodynamische Ausrichtung, der es nicht in erster Linie um die Erarbeitung von funktionalem Verhalten geht, hilfreich. Insbesondere Selbsterkenntnis erscheint hier als wichtiger protektiver Faktor. Burnout-Prophylaxe für Menschen in helfenden Berufen wird hier unter dem Blickwinkel von Selbstreflexion und Selbstfürsorge betrachtet und als notwendig erachtet.

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