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Viszerale Leishmaniose als Differenzialdiagnose bei Anämie

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Maligne Erkrankungen im Kindesalter

Ausgabe: 2017 (Vol. 17): Heft 2 2017
Seiten: 88-92

Viszerale Leishmaniose als Differenzialdiagnose bei Anämie

N. Hagedorn (1)

(1) Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie, Charité, Berlin

Stichworte

Gedeihstörung, Viszerale Leishmaniose, Blutbildveränderungen

Zusammenfassung

Die viszerale Leishmaniose ist eine durch Sandfliegen übertragene Infektionserkrankung, die endemisch in den Tropen, in den Subtropen und im Mittelmeerraum vorkommt. In Deutschland tritt die Erkrankung bisher hauptsächlich reiseassoziiert und nur in sehr geringen Fallzahlen auf. Aufgrund der globalen Erwärmung und zunehmender Reiseaktivitäten ist jedoch mit einer Zunahme von Erkrankungen auch in Deutschland zu rechnen. Da sie unbehandelt in den meisten Fällen tödlich verläuft, sollte die viszerale Leishmaniose differenzialdiagnostisch unbedingt berücksichtigt werden. Typische Symptome sind unter anderem unklares Fieber, Splenomegalie sowie Blutbildveränderungen. Wir berichten über zwei Kinder mit der Diagnose einer viszeralen Leishmaniose und fassen die aktuellen Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie zusammen.

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