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Pharmakologisches kognitives Neuroenhancement und Neurotransmittersysteme

Zeitschrift: Nervenheilkunde
ISSN: 0722-1541
Thema:

Aktuelles aus Klinik und Praxis aus dem Universitätsklinikum Ulm

Ausgabe: 2017: Heft 9 2017 (683-782)
Seiten: 695-701

Pharmakologisches kognitives Neuroenhancement und Neurotransmittersysteme

H. Graf, K. Malejko (1), Z. Sosic-Vasic, M. Gahr

(1) Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III, Ulm

Stichworte

Methylphenidat, Acetylcholinesteraseinhibitoren, Pharmakologisches kognitives Neuroenhancement, Modafinil

Zusammenfassung

Unter pharmakologischem kognitiven Neuroenhancement (PKN) versteht man die Einnahme von Substanzen von Gesunden zur kognitiven Leistungssteigerung, ohne dass damit eine präventive oder therapeutische Absicht verfolgt wird. Epidemiologische Daten zeigen für Deutschland eine steigende Prävalenz von PKN in den vergangenen Jahren und es werden unter den verschreibungspflichtigen Medikamenten vorwiegend Substanzen eingenommen, die das cholinerge, dopaminerge und noradrenerge System modulieren. Wir gehen in diesem Artikel neben den neuroanatomischen und neurofunktionellen Aspekten dieser drei Neurotransmittersysteme vorwiegend auf Befunde zur Wirksamkeit von Antidementiva, Methylphenidat und Modafinil bei Gesunden ein. Des Weiteren werden allgemeine Prinzipien des pharmakologischen kognitiven Neuroenhancements und medizinisch-ethische Aspekte aufgeführt und diskutiert.

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