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Gesamtübersicht

„Adoleszenzkrisen“ aus entwicklungspsychologischer und psychiatrischer Sicht

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Adoleszenzkrise; Politische Verfolgung in der DDR; Bindungsforschung

Ausgabe: 2010 (Vol. 9): No. 1
Seiten: 2-13

„Adoleszenzkrisen“ aus entwicklungspsychologischer und psychiatrischer Sicht

Jörg M. Fegert, Nina Spröber, Annette Streeck-Fischer, Harald J. Freyberger

Stichworte

Psychopathologie, Anpassungsstörung, Adoleszenzkrise, psychische Störungen im Jugendalter, Entwicklungsaufgaben

Zusammenfassung

Betrachtet man problematisches Verhalten in der Adoleszenz, wird häufig primär auf Aggression und Gewalt abgehoben. Allerdings verändert sich in der Adoleszenz auch die psychiatrische Morbidität, Probleme in der Persönlichkeitsentwicklung spitzen sich zu, und die großen psychiatrischen Erkrankungen, z. B. Depression, Bipolare Störung, Schizophrenie, beginnen in dieser Altersstufe ihren Verlauf. Häufig werden diese Veränderungen zunächst als Krisen in einer normalen Entwicklung wahrgenommen – nicht selten fälschlicher Weise – bagatellisiert. In der vorliegenden Übersicht werden zunächst die biologischen und neurobiologischen Veränderungen in der Adoleszenz dargestellt und das Konzept der Krise eingeführt. Störungen der Identitätsentwicklung und spezifische adoleszenztypische Probleme mit Entwicklungsaufgaben werden beschrieben. Adoleszenzkrisen werden als spezifische Form der Anpassungsstörung beschrieben, bei denen folgende Faktoren berücksichtigt werden müssen: 1. der Zeitfaktor, 2. ein adoleszenzspezifischer Auslöser für das krisenhafte Geschehen, der den oder die Jugendliche daran hindert, seine/ihre Entwicklungsaufgaben erfolgreich zu bewältigen, 3. der Ausschluss einer schweren psychischen Dekompensation bzw. Erkrankung

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