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Mentalisierungsdefizite und ihre Behandlung bei verschiedenen psychischen Störungen

Zeitschrift: Die Psychodynamische Psychotherapie
ISSN: 1618-7830
Thema:

Mentalisierung

Ausgabe: 2010 (Vol. 9): No. 4
Seiten: 205-215

Mentalisierungsdefizite und ihre Behandlung bei verschiedenen psychischen Störungen

What works for whom?

Thomas Bolm

Stichworte

Psychiatrie, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Bindung, Mentalisierung, Psychosomatik

Zusammenfassung

Mentalisierungsstörungen bilden bei vielen psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbildern die Basis für die Krankheitsentstehung oder sind Teil der Symptomatik. Die Mentalisierungsförderung bei schwer bis schwerst strukturell gestörten Patienten mit traumatischen (Bindungs-) Erfahrungen steht vor besonderen Behandlungsproblemen: Bei diesen Patienten bricht häufig die Mentalisierungsfunktion zusammen, wenn durch eine hilfreiche therapeutische Beziehung das Bindungssystem und die dazugehörigen intensiven Gefühle aktiviert werden. Um dennoch die Mentalisierungsfähigkeit auf Dauer zu verbessern, ist eine störungsorientierte und feintitrierte Regulation des Erlebens von Verbundenheit und emotionaler Intensität notwendig. Darum wurde für die Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen ein kohärenter Therapieansatz entwickelt, die Mentalisierungsbasierte Therapie MBT. Doch auch die Behandlung anderer Krankheitsbilder kann von der Fokussierung auf das Mentalisieren profitieren: psychosomatische, affektive und Angsterkrankungen, Psychosen, Süchte und hirnorganische Störungen.

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